Die Mitglieder des Soziokulturellen Vereins "Schranke" haben Platz für Neues geschaffen. Der Dachboden des Bürgerhauses wurde während eines Arbeitseinsatzes entrümpelt. Und es gibt bereits erste Vorstellungen, wie die 300 Quadratmeter nun genutzt werden könnten.

Wolmirstedt l Das Soziokulturelle Zentrum "Schranke" gibt es seit 23 Jahren. Wer das genaue "Geburtsdatum" wissen will: Am 5. November 1991 wurde der Verein aus der Taufe gehoben. So jung der Verein ist, so dynamisch gibt er sich in all den Jahren und hat für sich das Bürgerhaus als Stammhaus auserkoren. Und dennoch gibt es immer wieder Ereignisse, die den Außenstehenden in Erstaunen versetzen. So ist man zum Beispiel der "Schranke" aufs Dach gestiegen. "Das war gewollt und längst überfällig", wie Geschäftsführerin Christine Maluck weiß. "Mit dem neuen Dach wissen wir nämlich, dass der Verein auch in Zukunft im Trockenen sitzt."

Was den Mitgliedern des kulturell so umtriebigen Vereins seinerzeit bei der "Besichtigung" aufgefallen ist, der Boden darunter gleicht einer riesigen Rumpelkammer. "Für das Kulturzentrum der Stadt kein zumutbarer Zustand", erklärte Christine Maluck und mahnte diesen Zustand auf der jüngsten Mitgliederversammlung der "Schranke" an.

Das Echo war nachhaltig. Die Euphorie hielt auch an, als das letzte der 16 Mitglieder den Dachboden während des Arbeitseinsatzes in Augenschein nahm. Das war umso erstaunlicher, da sich auf einer Fläche von 300 Quadratmetern regelrechte Müllhalden auftaten.

Bewaffnet mit Arbeitshandschuhen, Eimer und Besen ging es an die Arbeit. Zunächst aber musste tatkräftig zugepackt werden. Da waren alte Regale, die entsorgt, kaputte Stühle, die zerkleinert und schließlich in einem großen Container entsorgt werden mussten. Acht Kubikmeter kamen so zusammen, die für richtig viel Platz auf dem Dachboden sorgten, der nun besenrein durchaus genutzt werden kann. Es gibt bereits erste Vorschläge, "wenn sie denn bezahlbar und auch bautechnisch möglich sind", hofft Christine Maluck inständig auf Sponsoren. Dem Bürgerhaus und damit den Wolmirstedtern würde eine kleine Theater- oder Podiumsbühne zu Gesicht stehen. Doch auch über eine Lesestube wurde schon geredet.

Eine andere Idee übrigens wurde bereits in Angriff genommen: Während der Aufräumarbeiten wurden Filmvorführgeräte gefunden. Das aber ist es noch nicht. Es gibt auch schon den passenden Raum, in dem sich der neue (Film) Verein, den es zu gründen gilt, die alte Technik aufbereitet.