Die Mitglieder des Elbe-Heide-Verbandsgemeinderates wollen sich einen Überblick über den baulichen Zustand der Kindertagesstätten in den Mitgliedsgemeinden verschaffen. Geplant ist, alle Betreuungseinrichtungen zu besuchen.

Rogätz l Gema¨ß Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt obliegt den Verbandsgemeinden die Aufgabe der Kinderbetreuung. Auch in der Elbe-Heide ging deshalb diese Aufgabe von den sieben Mitgliedsgemeinden auf die am 1. Januar 2010 gegründete Verbandsgemeinde über.

"Alle Gebäude der besuchten Einrichtungen befinden sich in einem relativ guten baulichen Zustand."

"In unseren insgesamt elf Kindertagesstätten betreuen 99 Pädagogen fast 800 Kinder", nennt Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU) eine beeindruckende Zahl. Der Verbandsgemeinderat hatte auf einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, sich einen Überblick über den baulichen Zustand der Kindertagesstätten zu verschaffen.

"Bei der räumlichen Entfernung und der Vielzahl der Einrichtungen ist das natürlich nicht an einem Tag möglich", so Thomas Schmette. Deshalb starteten die Ratsmitglieder ihre Bereisung am vergangenen Sonnabend zunächst mit einer Tour durch den Norden der Verbandsgemeinde. Besucht wurden die Kindertagesstätten in Rogätz, Angern, Burgstall, Cröchern, Sandbeiendorf und Mahlwinkel.

"Alle Gebäude der besuchten Einrichtungen befinden sich in einem relativ guten baulichen Zustand", berichtete Thomas Schmette. Probleme deuteten sich im alten Herrenhaus des einstigen Rogätzer Rittergutes an, wo die Kita "Elbespatzen" ihre Heimstatt hat.

Kita-Leiterin Doris Aldag wies darauf hin, dass bei Stark- regen das Wasser vom Dach nicht genügend über die installierten Dachrinnen ablaufen kann, weil diese zu klein dimensioniert sind. Im Ergebnis sind bereits grüne Flecken an der Fassade zu erkennen.

"Bei dieser Kita ist ohnehin geplant, die Fassade mit Mitteln aus dem STARK-III-Programm mit einer Wärmedämmung zu versehen", informierten Schmette und der Rogätzer Bürgermeister Wolfgang Großmann. Im Zuge der Baumaßnahmen soll das Pro- blem der Niederschlagswasserableitung mit beseitigt werden.

Obwohl die Gebäude der Kindereinrichtungen weiterhin Eigentum der Gemeinden bleiben, diese sind nur für Investitionen zuständig, kommt die Verbandsgemeine für die Instandhaltung auf. "Dafür veranschlagen wir in jedem Haushaltsjahr pauschal rund 70000 Euro im Haushalt der Verbandsgemeinde", berichtete Thomas Schmette, "weitere Gelder stehen für ausgewählte Baumaßnahmen bereit, so dass die Verbandsgemeinde jährlich rund 100000 Euro für die Instandhaltung der Kitas aufwendet."

Auf der nächsten Ratssitzung im Dezember soll ein Termin für Teil zwei der Kita-Bereisung festgelegt werden.