Der Winter kann kommen. In der Straßenmeisterei Ebendorf ist man zumindest auf den ersten Schneefall vorbereitet. Die Mitarbeiter stehen offiziell vom 1. November an in Winterbereitschaft. Zuvor wurde die Technik gewartet und Salz gebunkert.

Ebendorf l Von hektischer Betriebsamkeit war gestern in der Straßenmeisterei Ebendorf nichts zu spüren. Dabei steht doch laut Dienstplan der Winter vor der Tür. "Das ist richtig, und wir sind auf den Ernstfall auch gut vorbereitet", ist vom Betriebsleiter Hubertus Schubert zu erfahren.

Das bedeutet, die gesamte Winterflotte - acht Groß- und Kleinfahrzeuge sowie die der Vertragspartner - wurde in den vergangenen Tagen aufgerüstet sowie auf Herz und Nieren geprüft. Das ist in Ebendorf seit Jahren der Part von Sven Kuhlmann, der für die Technik verantwortlich ist.

"Unser Monteur hat bei der Arbeit sehr genau hingeschaut", weiß der Betriebsleiter und kann berichten, dass unter anderem mehrere poröse Hydraulikschläuche gewechselt werden mussten. Zudem wurde vor der ersten "Schneetour" die Funktionalität der Schneepflüge und -fräsen auf dem Prüfstand gecheckt.

Damit ist aber die Winterbereitschaft in der Straßenmeisterei noch nicht gegeben. Erst nachdem der Chef persönlich die Beleuchtung an den Fahrzeugen kontrollierte und kritisch die Streugeräte in Augenschein nahm. Wobei er darauf achtete, dass die Justierung für die zu dosierenden Mengen an Streusalz stimmt. "Auch wenn vom Winter noch nichts zu spüren ist, wir müssen für den Schneefall gewappnet sein", so Hubertus Schubert.

Der Umgang mit dem Streugut ist bei den Mitarbeitern der Straßenmeisterei sehr umweltbewusst. Dosiert werden je nach Wetterlage fünf bis 40 Gramm pro Quadratmeter Fahrbahn. Die Straßenmeisterei Ebendorf hat dafür in den vergangenen Monaten 900 Tonnen Salz gebunkert, außerdem ist Lauge im Bestand.

"Mit diesen Mengen, das sind Erfahrungswerte, kommen wir gut und hoffentlich sicher durch den Winter", ist Schubert zuversichtlich.

Der Winterdienst der Straßenmeisterei Ebendorf ist im Ernstfall nicht nur im Altkreis gefordert. Auf einer Gesamtlänge von 260 Kilometern müssen Bundesstraßen und Landesstraßen beräumt werden, "legt sich Frau Holle mächtig ins Zeug", so der Betriebsleiter. Ab 4 Uhr werden die Fahrzeuge dann unterwegs sein. Wenn erforderlich, notfalls in zwei Schichten.

Hubertus Schubert aber hofft, dass der Winter in diesem Jahr noch recht lange auf sich warten lässt, dennoch mahnt der Betriebsleiter bereits heute an, sollte es in den nächsten Tagen schneien, "... als Kraftfahrer sollte man stets die Fahrweise den Witterungsbedingungen anpassen".