Sicherheit muss nicht teuer sein, wie der Zwischenstopp des Infomobiles des Landeskriminalamtes am Freitag in Barleben zeigte. Zahlreiche Bürger nutzten die Möglichkeit, um sich von Polizeibeamten Fragen rund um das Thema Prävention beantworten zu lassen.

Barleben l Das Infomobil des Landeskriminalamtes parkte gestern im Breiteweg. Die Nachricht, dass die Polizei vor Ort ist, verbreitete sich schnell. Die beiden Polizeibeamten Klaus-Dieter Würdig, Mitarbeiter Prävention des Polizeireviers Börde, und Fred Brehmeier vom Landeskriminalamt hatten zig Fragen zu beantworten. Mit an Bord des Infomobils waren Manfred Knechtel und Dieter Montag, zwei Mitarbeiter vom Weißen Ring.

Die Themen waren entsprechend der dunklen Jahreszeit bewusst gewählt: Vorbeugung von Straftaten sowie Schutz des persönlichen Eigentums. "Wir wollen in erster Linie wichtige Hinweise geben, wie die Hausbesitzer ihr Hab und Gut sichern, machen sie dabei auf Sicherheitslücken aufmerksam", erläutert Würdig. "Dass Vorsicht geboten ist", ergänzt Fred Brehmeier, "dafür sprechen rund 4500 Wohnungseinbrüche in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr."

In den Gesprächen mit den Bürgern kam auch zur Sprache, dass Sicherungen nur die eine Seite sind. Die andere aber ist, dass der Nachbar immer wieder ein Auge mit auf das Grundstück wirft. Denn in jedem Haushalt gibt es für die Langfinger etwas zu holen: Ob nun Bargeld, Computer oder Werkzeug. Die Polizeibeamte verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass in den meisten Fällen sich die Tat durch die Gelegenheit ergibt. "Die Erfahrung zeigt uns, die wenigsten Einbrüche sind im Voraus geplant", berichtet Klaus-Dieter Würdig. Die meisten der Besucher, wie im Fall von Marlis Hinz, die im Breiteweg Rat suchten, verließen das Infomobil mit einem guten und vor allem sicheren Gefühl.

Manfred Knechtel vom Weißen Ring, bis zur Pensionierung selbst im Polizeidienst im Bördekreis tätig, gab den Bürgern so manch wertvollen Tipp, wie man sich in der jetzt anstehenden Adventszeit vor den Trickbetrügern schützen kann. Außerdem gab es den Hinweis, wie man sich als Opfer im Fall der Fälle verhalten muss.

Dieter Montag seinerseits betonte, dass die Kriminalitätsvorbeugung neben Opferhilfe eines der Satzungsziele des Weißen Ringes ist.

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