Der Pascheberg in Niederndodeleben ist am Donnerstagnachmittag offiziell wieder für den Verkehr freigeben worden. Etwas mehr als vier Monate wurde die kleine Straße zuvor grundhaft ausgebaut.

Niederndodeleben l "Früher war das huckelige Pflaster sehr gut für das Einschlafen, wenn man mit dem Kinderwagen darüberfuhr. Inzwischen haben wir aber Fahrrad und Laufrad, da ist das neue Pflaster viel günstiger", erklärte Jutta Krüger. Sie wohnt am Niederndodeleber Pascheberg und ist Mutter einer dreijährigen Tochter. Groß war die Freude über die neu gestaltete Straße aber nicht nur bei ihr, sondern auch bei ihren Nachbarn, die zahlreich zur offiziellen Straßeneinweihung gekommen waren.

In den vergangenen Monaten - genauer gesagt seit dem 14. Juli - haben die Straßenbauer ganze Arbeit geleistet. Die großen vom Regen ausgewaschenen Löcher in der Fahrbahn und das holprige Pflaster gehören nun der Vergangenheit an. Die Fahrbahn wurde im gesamten Verlauf der Straße mit Betonsteinpflaster auf einer Breite von drei Metern befestigt. Während sich auf einer Seite ein Gehweg befindet, sind die Randbereiche auf der gegenüberliegenden Seite mit andersfarbigem Pflaster gekennzeichnet. Die Übergänge zwischen Fahrbahn und Gehweg sowie zu den Randbereichen sind über Rundborde überfahrbar.

Der Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband (WWAZ) war in die Baumaßnahme mit eingebunden und hat die Trinkwasserleitung und den Regenwasserkanal erneuern sowie Hausanschlüsse errichten lassen. "Das war hier besonders wichtig", erklärte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel anlässlich der Straßenfreigabe. Ihr Dank galt auch dem Ortschaftsrat, dem Gemeinderat und dem Bauausschuss, die die Straßenneugestaltung auf den Weg gebracht hatten, sowie den Planern und Bauausführenden.

Ebenso würdigte sie die Anlieger, die während der Bauarbeiten einige Unannehmlichkeiten erdulden mussten. "Da denkt man, so eine kleine Straße ist schnell gemacht, aber gerade die kleinen Straßen haben es manchmal in sich", umschrieb Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid die Situation.

Insgesamt hat die Straßenbaumaßnahme etwa 190000 Euro gekostet. Fördermittel in Höhe von gut 100000 Euro fließen dafür vom Land. 21 Monate vor Baubeginn hat die Gemeinde dafür einen Antrag gestellt. Einbezogen in den Ausbau wurde auch der Stichweg gegenüber des Parkplatzes vor der Postfiliale.

Heinz Ehrecke als Bauausschussvorsitzender der Gemeinde hatte bereits am Montag in der Sitzung des Bauausschusses der Bürgermeisterin und der Verwaltung sein Lob ausgesprochen. Dank der Fördermittel, die in großem Maße beantragt worden sind, konnten in diesem Jahr in der Gemeinde einige Baumaßnahmen umgesetzt werden. "Es ist viel passiert in den Ortschaften", erklärte er. Weitere Fördermittelbescheide, mit denen Bauvorhaben auf den Weg gebracht werden können, sind erst kürzlich für den Birkenweg in Ochtmersleben und den Westerwiesenweg / Alte Dorfstraße in Eichenbarleben gekommen.

Der nächste symbolische Scherenschnitt nach einer fertigstellten Baumaßnahme ist bereits für den kommenden Montag geplant. Dann soll die Mittelstraße in Niederndodeleben um 16 Uhr offiziell für den Verkehr freigegeben werden.