Barleben l Der Breiteweg 147 ist zwölf Monate im Jahr eine angesagte Adresse, doch in den vergangenen Tagen bekam zumindest der Innenhof zusätzlich vorweihnachtlichen Glanz. Ein leuchtendes Zeichen dafür, dass nicht nur die Barleber zum Weihnachtsmarkt eingeladen sind. Und der Besuch lohnte sich: Zig Buden - bestückt von den Vereinen, dem Lionsclub, Händlern und Kindereinrichtungen mit allem, was Weihnachten so festlich macht. Doch bei allen Aktivitäten, für die Kinder zählt allein nur der Weihnachtsmann, und der zeigte sich zu ihrer Freude am Sonnabend und Sonntag.

In Barleben aber kommt bekanntlich vor dem alten ehrwürdigen Mann stets der Ortsbürgermeister. Und so verkündete Frank Nase bereits am Freitag, pünktlich um 17 Uhr, "dass der Weihnachtsmarkt ein Vorbote des nahenden Festes ist und alle Gäste, ob Jung oder Alt, auf die so festliche Zeit einstimmt".

Nach dieser Botschaft aber gab es kein Halten mehr, herrschte Betriebsamkeit auf dem Weihnachtsmarkt. Die Mädchen und Jungen der Kinderkrippe "Jenny Marx" durften beispielsweise die große Weihnachtstanne schmücken. Damit nicht genug, der Barleber Nachwuchs sorgte auch am ersten Tag für ein besinnliches Weihnachtsprogramm, an dem die Kita Gut Arnstedt und Meitzendorf sowie der Hort der beiden Grundschulen beteiligt waren. Zur guten Tradition ist die Märchenstunde geworden, las die Märchenoma an allen drei Tagen zur Freude der Jüngsten weihnachtliche Geschichten vor.

Am Sonnabend wurden die Gäste, die auch aus dem Umland und der Landeshauptstadt anreisten, vom Posaunenchor begrüßt. Die Mitglieder des Gemischten Chores Concordia warteten mit besinnlichen Weihnachtsmedleys auf. Ein echter Hingucker in dieser lautstarken Vorweihnachtszeit war die Laientheatergruppe "Bunte Bühne Barleben".

Den Besuchern blieb auch nicht verborgen, dass die Gehilfen des Weihnachtsmannes erneut ein vielseitiges Angebot zusammengestellt, Bewährtes und Neues dabei geschickt miteinander kombiniert hatten. So schenkte die Ortsgruppe des DRK literweise Glühwein aus, kam mit Max Thape erstmals ein Zinngießer in die Börde. Die Frauen der Handarbeitsgruppe der Volkssolidarität gaben Einblicke in ihre Arbeit, Dolores Mette verkaufte gleich nebenan selbstgeschneiderte Teddybären. Weniger besinnlich, dafür genauso ausgelassen, ging es am Freitag zu vorgerückter Stunde bei der etwas anderen Weihnachtsfeier, der Hüttengaudi, im Festzelt zu. Und weil die Veranstaltung gut ankam, wurde tags darauf um 21 Uhr zur Volkshausrevival-Party geladen.

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