Wolmirstedt l Der Neujahrsempfang der Stadt Wolmirstedt bietet den würdigen Rahmen, um besonders verdiente Bürger zu ehren. Der höchste Ehrenpreis der Stadt, die Heilige Katharina, wurde in diesem Jahr zwar nicht verliehen, aber zwei Männer wurden mit goldenen Stadttalern geehrt. Erhard Jahn (76) wurde für sein Wirken als Kreisdenkmalpfleger ausgezeichnet, Hans Meyer (76) für sein Engagement im Fußballsport.

Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) schaute in seiner Ansprache positiv in die Zukunft der Stadt. "Die Haushaltslage ist weiterhin angespannt, doch vielen Menschen in unserem Gebiet geht es gut." Wolmirstedt punkte mit einer niedrigen Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent, gestiegenen Steuereinnahmen sowie einer hohen Kaufkraft. "Eine funktionierende Infrastruktur, moderne Kindereinrichtungen und der Erhalt unserer Schul- und Bildungslandschaft bieten die Gewähr, dass Menschen bleiben oder sich ansiedeln." Dafür wolle die Stadt künftig noch mehr tun. Stichnoth nannte als Beispiele die Neuordnung von Gewerbegebieten und Freiflächen für die Wohnbebauung. Mit Blick auf die Vertreter von Kreis und Land appellierte er, den Kommunen mehr Flexibilität in ihrer Entwicklung zu lassen.

Ein besonderes Augenmerk legte der Bürgermeister auf den Fortgang der Arbeiten am Glindenberger Deich für den Hochwasserschutz. Doch auch für die Beseitigung der Hochwasserschäden wurde bereits eine große Summe in die Hand genommen. 400000Euro wurden bereits verbaut. In diesem Zusammenhang schickte der Bürgermeister ein Dankeschön an Verwaltung, Planungs- und Ingenieurbüros sowie Fördermittelgeber. Die Stadt musste dieses Geld zwar nicht aufbringen, aber die öffentlichen Vergabeverfahren rechtssicher abwickeln. "Sie können sich sicher vorstellen, dass wir hier in Wolmirstedt sehr akribisch vorgehen, wenn es um Fördermittel geht", sagte Stichnoth vor dem Hintergrund der Geschichte der Jahnhalle.

Weiterhin betonte er, dass Rat und Verwaltung das Ehrenamt auch künftig unterstützen wollen. Anders als bisher setzt er dabei künftig verstärkt auf das Zusammenspiel von Gewerbetreibenden und ehrenamtlich Tätigen.

Landrat Hans Walker (CDU) dankte Wolmirstedt für die Bereitschaft, Asylbewerber aufzunehmen. "Wo sonst, wenn nicht in den Kommunen, sollen sie leben." Ab April soll ein Gebäude der Schwimmbadstraße 2 als Gemeinschaftsunterkunft dienen. Dafür, dass Wolmirstedt wirtschaftlich so gut dasteht, sagte er auch dem Zielitzer Kaliwerk Dank. "Es trägt nicht unerheblich zum Erfolg der Stadt bei", schickte er in Richtung des Werkleiters Martin Westphal. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) bestätigte, Wolmirstedt sei in den vergangenen 25 Jahren eine Perle geworden.

   

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