Samswegen l Sie nennen sich "Crazy Kids". Gemeint ist eine Schülerfirma, die, wie der Name sagt, verrückt nach Strom sind. "Der Name ist vielleicht ein wenig irreführend", erläutert Stepahanie Buschhorn, "denn das Anliegen der aktuell 19 Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klasse der Grundschule ,Am Heiderand` in Samswegen besteht nämlich darin, Strom zu sparen. Um aber Strom zu sparen, da haben die Kids im wahrsten Sinne des Wortes, die verrücktesten Ideen."

Welche Ideen und Aktivitäten die Schüler in den vergangenen Monaten bereits entwickelt haben, darüber konnten sich jüngst drei Mitglieder des Lionsclubs Ohrekreis bei einem Besuch informieren. Wie Präsident Wolfgang Werner betonte, unterstützt der Verein gern solche Schulprojekte, "auch, weil sie im umweltbewussten Denken der Mädchen und Jungen langfristig etwas bewegen".

Eingesetzt hat dieser energiesparende Denkprozess an der Grundschule im Dezember 2013. 16 Schüler hatten seinerzeit gemeinsam mit der damaligen Sozialarbeiterin der Niederen Börde, Daniela Küllertz, die Schülerfirma auf die Beine gestellt, um anhand von Spielen und Experimenten mehr über erneuerbare Energien zu erfahren.

Unter der Anleitung von Stepaphanie Buschorn, die seit April 2014 verantwortlich die Firma betreut, haben die Schüler den nächsten Schritt gemacht. "Wir achten längst im eigenen Haus akribisch auf den sparsamen Umgang mit Energie."

Verantwortlich sind die sogenannten Energiewächter. Das sind jeweils zwei Schüler, die in der Schule darauf achten, dass nicht mit Strom gequast wird. Bei ihrer Arbeit aber überlassen sie nichts dem Zufall. So sind seit Dezember des vergangenen Jahres an jedem der über 40 Schalter ein Schild angebracht mit einem energiesparenden Tipp.

Noch in Wartestellung stehen dagegen die Energie-Lotse. "Wir hoffen aber, dass unser Firma Schule macht", so Buschhorn, "und andere Bildungtseinrichtungen von uns partizipieren." Und die jungen Unternehmer haben neben Erfahrungswerten auch ganz Konkretes vorzuweisen, ein Energiehaus . Wo die Energielotsen, nach einem Rundgang duch die Schule, interessierten Kindern das Thema Energie praktisch näherbringen wollen.

Doch auch im eigenen Umfeld sind die Firmenmitglieder unentwegt tätig. Einmal, um aufzuklären, aber auch, "damit Geld in die Firmenkasse fließt. So haben die die Schüler einen ledernden Energiebeutel entwurfen und gestaltet, der zehn Energietipps enthält. Zudem haben die Schüler "Energiesparlampen" entwickelt, die einem Windlicht gleichen. Gegenwärtig erstellen die Schüler einen Kalender.

Um sich aber auch als Firma sich weiterzuentzwickeln, sind die "Crazy Kids" stetig auf der Suche nach Kooperationspartnern. "Am besten wäre ein Unternehmen, das mit erneuerbaren Energien zu tun hat", so abschließend Staphanie Buschhorn, "und den Schülern bei ihren Projekten unterstützend zur Seite stehen kann."

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