Loitsche l Nachbarn, Freunde und interessierte Bürger besuchten am Sonnabend die Erziehungsfachstelle am alten Loitscher Bahnhof. Die Einrichtung hatte wieder zu ihrem alljährlichen Tag der offenen Tür eingeladen.

"Derzeit leben bei uns vier Jungs im Alter zwischen 13 und 19 Jahren", berichtete Leiterin Martina Göpfert. Die Jugendlichen stammen ausnahmslos aus einem schwierigen sozialen Umfeld. In der Erziehungsfachstelle erleben sie familiäre Geborgenheit.

"Nach dem Prinzip fordern und fördern haben sie allerdings auch einige Pflichten in Haus und Hof zu erfüllen", informierte Martina Göpfert die Besucher. So leben auf dem Grundstück auch eine ganze Reihe von Haustieren, die täglich versorgt werden müssen.

Unter den Gästen war auch Bettina Seidewitz, Bürgermeisterin der Gemeinde Loitsche-Heinrichsberg. Sie hatte ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht: einige Kubikmeter feinen Sandes. "Damit wollen wir in diesem Jahr unser Projekt Volleyballplatz fertigstellen", klärte Martina Göpfert auf.

"Hier wird hervorragende pädagogische Arbeit geleistet", lobte die Bürgermeisterin die Arbeit der Pädagogen in der Loitscher Erziehungsfachstelle. Die Einrichtung war am 1. März 2002 eröffnet worden. Bislang haben Martina Göpfert und ihre Mitarbeiter etwa 20 Jugendliche auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben begleitet. Leider nicht in jedem Fall erfolgreich.

Über die Besucher freuten sich vor allem Jan Holze und Philip Dieckmann. Die beiden Jugendlichen führten die Gäste durch den Wohnbereich, zeigten die Außenanlagen und die Haustiere. Die Jungen hatten den Tag der offenen Tür aktiv mit vorbereitet, unter anderem auch Kuchen gebacken. Auf ein Programm verzichteten die Jugendlichen in diesem Jahr allerdings, weil kurz zuvor ein Pädagoge überraschend verstorben war.