Der Colbitzer Gemeinderat hat auf seiner Februarsitzung mehrheitlich den Haushalt für das Jahr 2015 beschlossen. Schwerpunkt ist dabei das neue Feuerwehrgerätehaus. Viel Spielraum für weitere Investitionen besteht deshalb nicht.

Colbitz l Der Plan für den Ergebnishaushalt sieht Einnahmen in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro vor. Größte Einnahme- position ist dabei der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, der bei fast 1,1 Millionen Euro liegt. Eher bescheiden nehmen sich dagegen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer aus, die mit 330000 Euro eingeplant werden. Kein Wunder, dass die Colbitzer sehnsüchtig auf die Fertigstellung der Autobahn 14 warten, mit der sie sich ein prall gefülltes Gewerbegebiet erhoffen.

Dann dürften auch die so genannten Transferumlagen besser zu verschmerzen sein. Immerhin muss Colbitz trotz seiner angespannten Finanzsituation 842400 Euro an Kreisumlage sowie 520100 Euro an Verbandsgemeindeumlage entrichten.

Gardelegener Straße erhält neue Straßenbeleuchtung

Der zweite Bauabschnitt des neuen Feuerwehrgerätehauses, das zum Ende des Jahres fertiggestellt sein soll, wurde mit 422100 Euro veranschlagt. Bereits im vergangenen Jahr waren für das Bauvorhaben 462700 Euro an die Verbandsgemeinde Elbe-Heide als für die Feuerwehren zuständige Institution ausgereicht worden. Im Haushaltsjahr 2016 sind dann für die Erstausstattung des Objektes weitere 73200 Euro vorgesehen.

Damit bleibt nicht mehr viel Geld für weitere Investitionen übrig. Auf jeden Fall soll die Straßenbeleuchtung in der Gardelegener Straße in Colbitz erneuert werden. "Da nutzen wir Synergieeffekte, da die Avacon dort zwischen der Ampel und dem Ortsausgang Richtung Stendal Erdkabel verlegen will", begründete Bürgermeister Eckhard Liebrecht (parteilos).

Fertiggestellt werden sollen in diesem Jahr auch der Loitscher Weg in Richtung Fledermausbrücke sowie das noch fehlende Anschlussstück in Richtung Schricke.

Gemeinde senkt weiter ihre Schuldenlast

Recht hoffnungsvoll stimmt ein Blick auf die Schuldenlast der Gemeinde Colbitz. Lag diese Anfang 2014 noch bei über fünf Millionen Euro, so konnte sie mit der Teilnahme am Entschuldungsprogramm des Landes "Stark II" auf derzeit 3631343,69 gesenkt werden. "In diesem Jahr sollen weitere 297010 Euro getilgt werden", kündigte der Bürgermeister an. Damit erfüllt Colbitz die Vorgaben des Landes. Das fordert mit der Teilnahme an "Stark II", die Restschuld innerhalb von zehn Jahren zu tilgen.