Jüngstes Kind in der Vereinslandschaft von Meitzendorf ist der Verein, der sich bewusst mit der Geschichte des Ortes auseinandersetzt. Obwohl bereits seit 2008 als loser (Geschichts)Kreis aktiv, wurde erst jetzt der Verein gegründet.

Meitzendorf l "Gut Ding will Weile haben", so heißt ein altes Sprichwort. In Meitzendorf, so ist sich Bärbel Kriegel sicher, würde es wie folgt lauten: "Etwas, was gut werden soll, braucht seine Zeit!"

Im konkreten Fall dauerte es sechs Jahre bevor aus dem Geschichtskreis der Geschichtsverein Meitzendorf wurde. Vor wenigen Tagen war die Gründungsversammlung, der insgesamt 18 der 21 Mitglieder beiwohnten. Den Vorsitz hat Bärbel Kriege inne, die bereits 2008 auf Anraten von Pfarrer Johannes Könitz den Geschichtskreis ins Leben rief. Der ehemaligen Grundschullehrerin steht Klaus Flassig als Stellvertreter zur Seite, Schatzmeister ist Barbara Gaebel und Schriftführerin Margarete Berner.

"Wir sind ein eingeschworenes Team, dem die regionale Geschichte sehr am Herzen liegt, und auch ohne Verein haben wir in den vergangenen Jahren schon einiges bewegt." Wie Bärbel Kriege versichert, sind Ortschronisten, "und dazu zählen wir uns alle, von Hause aus neugierig und an der Geschichte der eigenen Heimat interessiert. Die Meitzendorfer möchten wissen, seit wann es ihren Heimatort gibt, welche Entwicklung hinter dem Ort liegt. Und denen sind wir verpflichtet und daran arbeiten wir seit 2008 intensiv."

Das bedeutet, der neue Geschichtsverein fängt nicht bei null an. Große Verdienste hat sich in den vergangenen sechs Jahren vor allem Elke Berner erworben, wie die Vorsitzende betont. So hat sie die Geschichte einzelner Straßen der Ortschaft, so zum Beispiel die Lange Straße und die Bahnhofsstraße, erforscht, dabei längst Vergangenes und Neues auf großen Schautafeln gegenüber gestellt. Zu sehen sind die Exponate, so auch über die Geschichte der Kindereinrichtung, in der Heimatstube im neuen Ortsteilzentrum, wo der Verein seine Heimstätte gefunden hat. Was die wenigsten wissen, aber in der Heimatstube erfahren können: Meitzendorf hatte einmal drei Schulen, "das letzte Klingelzeichen", so die Vereinsvorsitzende, ertönte Anfang der 80er Jahre."