Um die Sonnenfinsternis beobachten zu können, haben die Astronomischen Himmelskundler aus Barleben am Freitag ihre Teleskope an zwei Schulen aufgebaut. Viele der Kinder und einige Besucher kamen, um sich das Himmelsspektakel anzuschauen.

Barleben l Das seltene Himmelsphänomen am Freitag haben sich die Astronomischen Himmelskundler aus Barleben nicht entgehen lassen. In der Sternwarte sowie auf dem Schulhof der Ganztagsschule sowie beim Ecole-Gymnasium haben die Hobby-Astronomen ihre Teleskope aufgestellt und interessierten Besuchern einen besonderen Blick auf die partielle Sonnenfinsternis gewährt.

Sonnenfleck erscheint als schwarzer Bereich

Am Vormittag schob sich der Mond immer weiter vor die Sonne. "Das Maximum war gegen 10.45 Uhr erreicht", informierte Steven Kraft, einer der Barleber Himmelskundler. In Sachsen-Anhalt, erklärte er weiter, seien zu diesem Zeitpunkt etwa 75,6 Prozent der Sonne bedeckt gewesen, andernorts sogar mehr als 80 Prozent - "ein besonderes Ereignis, welches in ähnlicher Weise erst wieder in elf Jahren zu beobachten ist", erläuterte Steven Kraft.

Zahlreiche Schüler und Lehrer, aber auch einige externe Besucher schauten vorbei, um einen Blick auf das Phänomen am Himmel zu erhaschen - entweder durch eine Projektion der Sonnenscheibe mittels eines Linsen-Teleskopes oder mit Hilfe eines Spiegelteleskopes - und zeigten sich fasziniert.

"Es ist auch ein Sonnenfleck zu sehen. Er wirkt schwarz, würde aber herausgelöst immer noch heller als der Mond erscheinen", erklärte Steven Kraft. "Es handelt sich dabei um einen Bereich, der 1000 Grad kälter ist als die Sonnenoberfläche", fügte der Hobby-Astronom hinzu.

Die Schulsternwarte öffnet am Sonnabend erneut

Bereits am heutigen Sonnabend haben interessierte Besucher erneut die Gelegenheit, durch ein professionelles Horoskop der Schulsternwarte gen Himmel zu blicken und weitere Schattenspiele zu beobachten. "Neben Vorträgen zur Sonnenfinsternis und weiteren Himmelsereignissen steht bei der Beobachtung dann der Jupitermond Io im Fokus, welcher von der Erde aus gesehen vor dem Gasplaneten entlangzieht und seinen Schatten auf diesen wirft", kündigen die Astronomischen Himmelskundler an.

Interessierte Besucher sind ab 19 Uhr willkommen, der Blick durch das Horoskop ist kostenfrei.

 

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