Mit einer Spendenaktion und einer Andacht wurde in der Fachschule des Bodelschwingh-Hauses auf Wasserknappheit hingewiesen. Das gesammelte Geld wird über Unicef nach Äthiopien geschickt.

Wolmirstedt l "Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit", erzählt Franziska Wilde, Schülerin an der evangelischen Fachschule für soziale Berufe in Wolmirstedt. Grund genug für die angehende Erzieherin, auf den Wassernotstand in anderen Ländern aufmerksam zu machen.

Hierzu wählte Franziska die wöchentliche Mittwochs-andacht im Foyer der Schule. "Meine Lehrerin hatte mich darauf angesprochen und ich habe mich für das Thema Wasser entschieden", berichtet sie. Ein weiterer Grund sei, dass Wasserknappheit nicht im direkten Erfahrungsbereich der Menschen liege. "Es ist kein Thema, über das man sich täglich Gedanken macht", erklärt Franziska.

Bei der Andacht informierte sie über die Wasserverteilung auf der Welt. Dabei ging es nicht nur um die Länder, in denen das Wasser bereits knapp ist, sondern ebenso um die Folgen der Erderwärmung, wodurch sich auch in Europa Wüsten bilden. "Der Wasserhaushalt ist jetzt bereits kritisch", sagt Franziska. Der Wassermangel werde auch in den wohlhabenden Ländern irgendwann ankommen. "Auch weil viele Abfälle das Wasser verschmutzen und es so nicht mehr konsumierbar machen", erzählt sie.

In ärmeren Ländern sei das Wasser bereits so verschmutzt, dass täglich weltweit bis zu 4500 Kinder an verunreinigtem Wasser sterben.

Gegen eine Spende gibt es sauberes Wasser

Zusätzlich zu der Andacht hatte sich Franziska Wilde einen Spendenstand ausgedacht. Dieser war mit eigenen Plakaten dekoriert, unter anderem mit der Frage "Was ist dir ein Tropfen Wasser wert?". Das konnte auch gleichzeitig als Motto der Aktion gesehen werden. Denn an Franziskas Stand konnten Schüler und Lehrer selbst wählen, wie viel sie spenden wollten. Als Gegenleistung bekamen sie einen Becher mit sauberem Trinkwasser. "Wir haben in Deutschland weltweit mit das sauberste Wasser", erklärte Franziska. Für Interessenten gab es zudem einen Zettel mit Wasserspartipps, um die Wichtigkeit und den Wert von sauberem Wasser noch einmal zu verdeutlichen.

"Es sollte unser Ziel sein, aus der Wüste noch einen Garten zu machen", merkt Franziska an. Als Ziel der Spenden hat sie sich Äthiopien ausgesucht - eines der Länder, in denen die Wasserqualität am geringsten ist. Über Unicef lässt sie das gesammelte Geld in das afrikanische Land bringen.

Ein Großteil der Spenden kam direkt nach der Andacht zusammen, doch auch in den folgenden Pausen kamen immer wieder Schüler und Lehrer, die ihren Beitrag leisten wollten. Insgesamt kamen Spenden in Höhe von 75,94 Euro zusammen.

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