Die Kisten, die Uwe Küchenhoff am Donnerstag packte, waren nicht etwa besonders clevere Verstecke für Ostergeschenke. Der Leiter der Kreisvolkshochschule bestückte Umzugskartons. Denn am Dienstag rückt eine Firma an, welche die Einrichtungs- und Ausrüstungsgegenstände der Volkshochschule an deren neuen Standort bringt - von der Schwimmbadstraße 2b in die 2a, das Haus nebenan.

Wolmirstedt. Egal, wie weit die Entfernung bei einem Umzug ist - gut vorbereitet muss er sein. Auch wenn es, wie im Fall der Kreisvolkshochschule am Standort Wolmirstedt, nur ins Nachbargebäude geht. Deshalb schaute Uwe Küchenhoff auch am Gründonnerstag in den bisherigen Räumen vorbei, um die ersten Kisten zu packen. Neben Stühlen, Tischen und Tafeln ist es vor allem das Zubehör der Computerkurse, das gut verstaut werden will.

Am kommenden Dienstag rückt das Umzugsunternehmen an, das Kisten und Mobiliar von der Schwimmbadstraße 2b in das Haus 2a schafft. Dort, wo früher einmal das Kinderheim war, ist in den vergangenen Monaten ein neues Domizil für die Kreismusikschule und die Kreisvolkshochschule entstanden. Für beide Einrichtungen wird durch den Umzug die räumliche Situation verbessert. Uwe Küchenhoff zieht mit seinen Unterrichtsräumen künftig unter das Dach. "Durch den Fahrstuhl sind wir aber barrierefrei zu erreichen", weist er auf eine Besonderheit hin. Was den Leiter der Kreisvolkshochschule besonders freut, ist nicht nur, dass er künftig statt einer halben eine ganze Etage und damit ein Zimmer mehr hat. Sondern auch, dass dieses Zimmer in Wahrheit ein großer Multifunktionsraum ist. Hat man in der Vergangenheit überwiegend Computer- und Sprachkurse in der Schwimmbadstraße angeboten, ist ab kommender Woche auch Platz für Kreativ- und Gesundheitskurse. Bisher musste man dafür ausweichen, nutzte beispielsweise den Turnraum der Werkstätten des Bodelschwingh-Hauses.

Diese territoriale Zerstreuung war es auch, weshalb man vor Jahren schon einmal über einen Umzug gesprochen hatte. "Damals haben wir uns den Grundriss angeschaut und unsere Vorstellungen dazu geäußert. Doch es scheiterte daran, dass dafür kein Geld da war", erinnert sich Uwe Küchenhoff. Das änderte sich aber 2010. Mit verschiedenen Förderbescheiden rückte die Realisierung des Wunschtraumes plötzlich in greifbare Nähe.

Kein Wunder, dass sich Leitung, Lehrkräfte und Kursteilnehmer schon auf die neuen Räume freuen, die am Dienstag bezogen werden. "Für die interessierte Öffentlichkeit wollen wir natürlich auch einen Tag der offenen Tür anbieten. Voraussichtlich am 9. Juli", blickt Küchenhoff voraus, bevor er sich wieder dem Füllen der Umzugskisten widmet.