• 29. März 2015



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Samsweger Milchviehanlage für praktische Zwischenprüfung der Tierwirte-Azubis ausgewählt


Futterration abhängig von Milchleistung

12.04.2012 04:19 Uhr |


Von Klaus Dalichow


Zum praktischen Prüfungsteil gehörte für Marko Schreyer - hier mit Renate Buhle und Gabriele Franke - gestern auch die Beurteilung der Tierleistungskarte. Genauso musste der Prüfling Ohrmarke sowie Rinderbegleitschein lesen und erklären können.

Zum praktischen Prüfungsteil gehörte für Marko Schreyer - hier mit Renate Buhle und Gabriele Franke - gestern auch die Beurteilung der Tierleistungskarte. Genauso musste der Prüfling Ohrmarke sowie Rinderbegleitschein lesen und erklären können. | Foto: Klaus Dalichow Zum praktischen Prüfungsteil gehörte für Marko Schreyer - hier mit Renate Buhle und Gabriele Franke - gestern auch die Beurteilung der Tierleistungskarte. Genauso musste der Prüfling Ohrmarke sowie Rinderbegleitschein lesen und erklären können. | Foto: Klaus Dalichow

Acht junge Menschen in der Ausbildung zum Tierwirt, Fachrichtung Rinderhaltung, absolvierten gestern auf dem Gelände der Ohreland KG in Samswegen ihre praktische Zwischenprüfung.

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Samswegen l Martin Barner absolviert seine Lehre als Tierwirt bei Vater Wolfgang und Mutter Roswitha in Wasserleben im Nordharz. Die Eltern unterhalten dort einen Milchproduktionsbetrieb. Martin möchte in ihre Fußstapfen treten. Die Hälfte der Lehrzeit ist herum. Es steht die Zwischenprüfung an. "Sie ist eine Bestandsaufnahme und zeigt, welche Stärken aber auch Defizite der Lehrling hat", so Gabriele Liermann vom Amt für Landwirtschaft in Dessau-Rosslau, bei der die Federführung für den gestrigen Prüfungstermin auf dem Gelände der Milchviehanlage unweit des Samsweger Sportplatzes lag.

Der Tierwirt ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die praktische Zwischenprüfung besteht aus zwei Teilen. Kerstin Klugmann und Doris Rodenbeck nahmen bei Martin den Teil Fütterung ab. Dabei hatte der Lehrling Pflanzen wie Luzerne oder Gerste mit ihren langen Grannen zu bestimmen. Und es ging um das Auswiegen von Futtermittelkomponenten. Die Futterration einer Kuh ist abhängig von ihrem Gewicht und ihrer Milchleistung. Martin wusste, dass eine Kuh die am Tag 30 Kilo Milch gibt, 45 Kilo Futter benötigt. Verfüttert wird ein Mix unter anderem aus Maissilage, Sojaschrot, Heu und Mineralstoff.

Szenenwechsel wir von der Futtermittellagerhalle in den gegenüberliegenden Kuhstall: Hier legt Marko Schreyer, Jahrgang 1994, gerade den Prüfungspart Gesundheitskontrolle ab. Tierwirte haben auch dafür zu sorgen, dass die ihnen anvertrauten Rinder nicht erkranken. Marko hat gegenüber Renate Buhle und Gabriele Franke vom Prüfungsausschuss die Klimafaktoren der Stallanlage zu beurteilen. Es geht um hinreichend Licht, eine für die Kühe angenehme Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Außerdem ist die Schadgaskonzentration einzuschätzen. Es darf nicht sein, dass ein Trecker sein schädliches Kohlendioxid in die Tierhaltungsanlage pustet.

Marko Schreyer vertritt übrigens nächste Woche die sachsen-anhaltinischen Landesfarben beim Bundesleistungsmelken des Berufsnachwuchses im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse im nordrhein-westfälischen Soest. Der Azubi im zweiten Lehrjahr von der APRO Derenburg-Heimburg sammelte beim Landeswettbewerb die meisten Zähler für seine Leistungen. Er versteht es, Kühe zügig und schonend von ihrer Milch zu erleichtern. Nicht zuletzt um den Zelltest durchzuführen. Das ist eine vergleichsweise einfache Methode, kranken Tieren auf die Spur zu kommen.

Die Ohreland KG wurde als Standort für die praktische Zwischenprüfung der Tierwirte ausgesucht, weil der Betrieb selbst seit Jahren ausbildet. Augenblicklich haben fünf Lehrlinge einen Ausbildungsvertrag. Darunter befindet sich ein Tierwirt in der Fachrichtung Rinderhaltung. Betriebsleiter Christoph Cossmann will ab 1. August zwei weitere Ausbildungsstellen zur Verfügung stellen. Bewerber benötigen einen Haupt- oder Realschulabschluss und "dürfen sich vor Schichtarbeit oder dreckiger Arbeit nicht scheuen", so Cossmann.



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Copyright © Volksstimme 2015
Dokument erstellt am 2012-04-12 04:19:24
Letzte Änderung am 2012-04-12 04:19:24

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Gute Idee! Am besten gehen ältere Politiker mit gutem Beispiel voran. Die sind dank großzügiger Pensionen ja hervorragend versorgt und könnten durchaus sogar noch jemandem bei sich aufnehmen, quasi dezentral. Für mich stellt Haseloffs Idee mal wieder den Versuch dar, die eigene Verantwortung auf andere Personen abzuwälzen. Ähnlich wie die oft geforderte Zivilcourage beim Kampf gegen Rechts, Kriminalität usw.

von ostelbier am 29.03.2015, 14:20 Uhr

Das ist sehr interessanter Artikel. Danke. Aber da wären noch ein paar Fragen. Woher kommt die Zahl 500 Schweine im Bundesdurchschnitt? Eine google-Recherche offenbart einen Bundesdurchschnitt von 1500 Tieren. Davon ist das LSA also gar nicht weit weg. Würde der Herr Puls allen Einwohner des Landes jederzeit Zugang zu seinem Schlafzimmer gewähren? Warum sollten dann Züchter den Zugang zu den Ställen gewähren? Ein Huhn hat ein Gewicht von 3 bis 5kg. Wie schwer ist Herr Puls, dass er sich und Die Einwohner Stendals mit Hühnern vergleicht? Auch wenn Herr Zogbaum sich als Leibeigenen dieser Welt betrachtet - ich tute es nicht. Aber mit den tickenden Zeitbomben hat er recht. Jede Biogasanlage stellt ein Umweltrisiko dar. Berichte und Bilder über die Schäden die diese Anlagen anrichten können, findet man zuhauf im Internet. Falls also gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird, ist eine Initiative überflüssig. Dann kann geklagt werden. Nein, dann muss geklagt werden. Das geht sogar als Einzelperson. Besonders, wenn gegen das Grundgesetz verstoßen wird. Ach ja, und die Kommission... In wie weit ist eine solche Kommission denn unabhängig, wenn sie aus Politikern besteht, die doch vorher diese Anlagen genehmigt haben. Umweltaktivisten, die gegen solche Anlagen kämpfen sind wohl auch als andere als unvoreingenommen und damit wohl kaum unabhängig. Welche "anderen" Gruppen sollen noch dazu? Kernkraftgegner? Kirchenvertreter? Kulturschaffende? Gewerkschafter? Wie wäre es mit Angehörigen der Landwirtschaft? Ach nee - die könnten ja für Massentierhaltung sein. Das würde ja alles wieder kaputt machen. Genauso gut könnte man fordern, das RWE, EON und Vattenfall eine unabhängige Kommission bilden, die Richtlinien für eine ökonomische, ökologische, ethische und soziale zukunftsfähige Kernenergienutzung erarbeiten.

von Altmaerker0815 am 29.03.2015, 13:37 Uhr

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