An der Grundwassersituation in Ebendorf hat sich bis auf den heutigen Tag wenig geändert – wodurch auch die Kindertagesstätte des Ortsteils weiter in Mitleidenschaft gezogen ist. Was aber nicht bedeutet, dass die Verwaltung untätig zuschaut.

Ebendorf. Im Gegenteil, dank der aufgestellten Container, die für eine deutliche räumliche Entspannung der Situation sorgen werden, kann langsam in der Kita "Gänseblümchen" wieder Normalität einziehen.

Aber nicht nur, dass Schadensbegrenzung in Ebendorf betrieben wird, nein, in der Verwaltung geht man den Ursachen verstärkt auf den Grund. "Wir betreiben gezielt Ursachenforschung, um letztlich Abhilfe zu schaffen", betonte jüngst Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und steht zu seinem Wort.

Konkret sieht es so aus, dass ein fachkompetentes Ingenieurbüro, das sich auf Geohydrologie spezialisiert hat, vor Ort ist und Messungen vornimmt. Es sind auch bereits erste Erkundungsbohrungen eingebracht. Bevor aber endgültige Ergebnisse vorliegen, wurde durch Barleben schnell und unbürokratisch reagiert. Was auch dringend notwendig war, denn in der Kindereinrichtung gab es nicht wenige Probleme. Vor allem der Platz in dem alten Gutshaus wurde immer beengter, nicht zuletzt, da der feuchte Keller vor einiger Zeit freigezogen wurde.

So mussten der Küchentrakt und die Garderoben für die Kinder anderenorts untergebracht werden. Das hieß enormer Platzverlust, denn in der oberen Etage musste ein Gruppenraum "umfunktioniert" werden, dient noch immer für die Mädchen und Jungen als Garderobe. Den "Umzug" innerhalb der Kita hatte das Gesundheitsamt des Landkreises verfügt. Bei Messungen in den Räumen wurden aufgrund der Feuchtigkeit Pilzsporen in der Luft festgestellt. Um jedes Gesundheitsrisiko für die Mädchen und Jungen der Tagesstätte "Gänseblümchen" auszuschließen, wurde der Keller gesperrt.

Jetzt gibt es Abhilfe, zumindest, was die Räumlichkeiten betrifft. In den vergangenen Tagen, nachdem das Wetter die Bauarbeiten zuließ, wurde eine moderne Containeranlage unmittelbar vor dem Eingangsbereich aufgestellt und installiert.

Die passt, wie mancher Ebendorfer bemerkte, zwar nicht zur schönen Architektur des alten Gutshauses, sorgt aber entscheidend für Abhilfe. So kann nämlich hier bald die Garderobe untergebracht werden und das im Kellergeschoss lagerndes Bastelmaterial verstaut werden.

Inzwischen sind im Container alle Versorgungsleitungen angeschlossen, der Fußboden verlegt, der Innenausbau komplettiert und die Türen eingesetzt. Das heißt, der Containeranbau ist fertig, die Handwerker haben die Baustelle beräumt. Wie Eberhard Gropp, Geschäftsführer der bauausführenden Firma, nach Abschluss der Arbeiten erläuterte, handelt es sich bei den Containern um Spezialanfertigungen, "die vormontiert waren und höchsten Ansprüchen gerecht werden. Insgesamt sind es 60 Quadratmeter, die die vier neuen Räume jetzt bieten".

Auf Nachfrage der Volksstimme war aus dem Bauamt zu erfahren, dass spätestens am 8. Februar die Containeranlage genutzt werden kann. "Zuvor müssen die Container abgenommen werden", so Bauamtsleiter Jens Sonnabend, "denn die Sicherheitsbestimmungen gerade an eine Kindertagesstätte sind hoch."

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