Groß Ammensleben. Im nächsten Jahr blickt die Ortschaft Groß Ammensleben auf 50 Jahre organisiertes Angeln zurück. Das 50-jährige Bestehen des ortsansässigen Anglervereins soll Anfang März 2012 mit einer Festveranstaltung begangen werden.

Angeln in der Freizeit hat sich aus dem Fischfang als notwendige Tätigkeit zum Lebensunterhalt entwickelt. Freizeitfischerei beginnt dort, wo die Notwendigkeit des Fischfangs zum ausschließlichen Lebensunterhalt nicht mehr gegeben ist, wo sich die Freizeit- von der Berufsfischerei trennt und wo Fische zur persönlichen Verwendung gefangen werden. Angeln – das wurde im letzten Jahr auf dem themenbezogenen Frühschoppen der Gemeinde Niedere Börde deutlich – ist mehr als Fische aus dem Wasser zu ziehen. Angler, die im DAV (einer der beiden großen deutschen Verbände) organisiert sind, handeln nach einem Ehrenkodex, das heißt sie verstehen sich als Anwälte der Natur, als Umweltschützer und aktive Naturschutzhelfer.

Der seit 1962 bestehende Groß Ammensleber Anglerverein, einer von vier im Gebiet der Niederen Börde, zählt knapp Mitglieder, darunter ein Zehntel sehr aktive Jugendliche. Die Groß Ammensleber sind dem Anglerverein "Untere Ohre" angeschlossen, der im Landkreis acht Unterabteilungen zählt. Am liebsten werfen die Groß Ammensleber ihre Ruten an der "Achtzig", einem Pachtgewässer zwischen Samswegen und Groß Ammensleben, aus. Hier gehen sie auf Schlei, Plötze, Hecht, Aal oder Karpfen. Diese Fried- und Raubfischarten sind in dem Restloch vom Kiesabbau für den Mittellandkanal vorhanden. Der Volksmund hat Gewässer und umgebendes Waldstück deshalb "Achtzig" getauft, weil die ganze Fläche genau achtzig Morgen misst. Die Petrijünger haben sich unweit des Ufers ein Vereinsheim hingestellt, wo am diesjährigen Herrentag (2. Juni) wieder ein Frühschoppen im Grünen über die Bühne geht.