Von Klaus Dalichow

Dahlenwarsleben. Erika Tholotowsky, die erste Frau der Niederen Börde, führt alle Jahre wieder Firmeninhaber, freiberuflich Tätige, Vorsitzende von Vereinen und weitere Persönlichkeiten der Gemeinde in zwangloser Runde zusammen; in diesem Jahr am heutigen Sonnabend und diesmal unter dem Gesichtspunkt von Musikausübung und Chorgesang.

Im vergangenen Jahr bekam in der Samsweger Mehrzweckhalle das Fischerei- und Jagdwesen im Gemeindegebiet eine Plattform. Veranstaltungsort in diesem Jahr ist die Aula der neuen Grundschule im OT Dahlenwarsleben. "Es ist an der Zeit, dass die traditionelle Veranstaltung eine musikalische Note bekommt. Schließlich haben wir in fast jedem Ortsteil einen Chor. Und unser wichtigster musikalischer Botschafter – das Zupforchester Dahlenwarsleben – wird in diesem Jahr sechs Jahrzehnte alt", erläutert Tholotowsky. Das Gemeindeoberhaupt nennt das Zusammentreffen bei Imbiss und Umtrunk schlicht und ergreifend "Frühschoppen". Von Neujahrsempfang zu sprechen, hält sie Ende Februar für verfehlt. Es ist die sechste Veranstaltung dieser Art seit Bestehen der Einheitsgemeinde. Erfahrungsgemäß nehmen 110 bis 120 Persönlichkeiten die Einladung zum zwanglosen Zusammentreffen an. Tholotowsky wird wenige Minuten nach zehn Uhr zur Begrüßung ans Mikrofon treten. Zuvor setzt das Zupforchester zu einem musikalischen Entreé an. Schulleiterin Katrin Lindau als Hausherrin spricht einen Willkommensgruß. Es singt der Schulchor (Leitung: Heike Pforr). Dann hält Tholotowsky eine Grundsatzrede. Nach ihr wird Orchesterleiter Torsten Kahler die 60-jährige Geschichte des Zupforchesters umreißen. Nach zwei Musikstücken ist dann der offizielle Rahmen der Veranstaltung zu Ende. Zur Beköstigung wird ein deftiger Schlag Erbsensuppe gereicht.

Der gemeindliche Frühschoppen ist stets unter ein anderes Motto gestellt. Vor zwei Jahren stand das Kleingarten- und Siedlungswesen im Mittelpunkt. Auch die beiden Karnevalsvereine sowie der Freizeit- und Leistungssport bekamen zum Frühschoppen schon eine Plattform. Etwa 70 gemeinnützige Vereine sind in der Einheitsgemeinde Niedere Börde die tragende Säule des gesellschaftlichen Miteinanders.