Wolmirstedt. Vor genau 50 Jahren, am 17. März 1961, gaben sich Christine und Waldemar Santos das Ja-Wort. Eine Verbindung, die bis heute beide fest zusammen schweißt.

Die gelernte Hotelfachfrau wurde im brandenburgischen Kyritz geboren, zog aber mit ihrer Familie im Alter von sechs Jahren nach Polen ins Riesengebirge. Ihren zukünftigen Mann Waldemar sah sie zum ersten Mal auf einem Tanzfest in Karpacz. Er war damals Kontrabassspieler und zwinkerte dem jungen Mädchen immer wieder von der Bühne aus zu.

"Aber bis er mich dann schließlich geheiratet hat, ließ er noch fünf Jahre verstreichen", erzählte Christine Jantos lachend. Der erste Sohn kam bereits vor der Hochzeit zur Welt, was damals noch vom Umfeld kritisch beäugt wurde. Waldemar Jantos gab sein Leben als Musiker zunächst auf und arbeite als Schlosser und technischer Mitarbeiter für verschiedene Firmen.

Wenig später wurde der zweite Sohn geboren. 1989 siedelten die Jantos‘ nach Göttingen um, doch die Firma, bei der Waldemar Jantos beschäftigt war, meldete einige Jahre später Insolvenz an.

Neue Arbeit wurde schließlich in Wolmirstedt gefunden. Und so zog die Familie vor zwölf Jahren ins Ohrestädtchen, wo sie auch ein Haus bauten. "Wolmirstedt ist unsere Heimat geworden, wir haben uns hier gut eingelebt", sagten beide und sie fügte hinzu: "Wir haben hier die besten Nachbarn, die man sich vorstellen kann." Christine Jantos war am Morgen bereits freudig überrascht worden, als sie vor ihrer Garageneinfahrt ein großes Transparent entdeckte, auf dem die Nachbarn dem Paar ihre Glückwünsche bekundeten. Drumherum war alles mit bunten Luftballons geschmückt.

Christine Jantos verriet noch das Geheimnis ihrer glücklichen Ehe: "Viel Verständnis für den Mann aufbringen ist wichtig, besonders, weil ich die temperamentvollere von uns beiden bin. Und man muss machmal nachgiebig sein." In ihrer Freizeit gehen beide oft und gerne schwimmen und unternehmen ausgedehnte Spaziergänge. "Einmal hatten wir uns so verlaufen, dass wir erst kurz vor Mitternacht nach Hause gefunden haben." Solche Abenteuer schweißen natürlich besonders zusammen.

Für die Zukunft wünscht sich das Paar weiterhin eine prächtige Gesundheit, und dass es niemals langweilig werden möge.