Die CDU hat auch im Ex-Ohrekreis erneut die meisten Stimmen bei der Landtagswahl auf sich vereint. Die beiden CDU-Spitzenkandidaten Ralf Geisthardt und Holger Stahlknecht verteidigten ihre Wahlkreise. Beide mussten allerdings im Vergleich zu ihren Ergebnissen 2006 Stimmen einbüßen. Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2006 in beiden Wahlkreisen leicht an.

Haldensleben/Wolmirstedt. Ob es am schönen Wetter lag oder aber der Aufruf, zur Wahl zu gehen, um einen möglichen Einzug der NPD in den Landtag zu verhindern – in beiden Wahlkreisen ist im Vergleich zu 2006 die Wahlbeteiligung gestiegen. Im Wahlkreis Haldensleben gingen 49,7 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen (2006: 44,4), im Wahlkreis Wolmirstedt waren es 55,3 Prozent (47,1). Einen Anstieg gab es auch bei der Beteiligung per Briefwahl. Im Landratsamt waren allein für die Briefwahl 56 Wahlhelfer im Einsatz, um rund 8 000 Briefwahlumschläge zu öffnen und die Stimmen auszuzählen.

Große Überraschungen gab es bei den Kandidaten nicht. Ralf Geisthardt (CDU) holte sich im Wahlkreis Haldensleben erneut das Direktmandat. Damit beginnt für ihn die fünfte Legislaturperiode. Auf Platz zwei kam Guido Henke (Die Linke). Rita Mittendorf landete auf Platz drei. Beide ziehen über ihre Listenplätze wieder in den Landtag ein.

Im Wahlkreis Wolmirstedt siegte erneut Holger Stahlknecht (CDU). Der Wellener zieht zum dritten Mal in den Landtag ein. Wie schon 2006 errang Stahlknecht erneut das beste Wahlergebnis aller Kandidaten im Ex-Ohrekreis. Auf Platz zwei landete Sebastian Filipp von der Linken. Der junge Mann war das erste Mal angetreten. Nur knapp hinter Filipp landete der Rottmersleber Ortsbürgermeister Hans-Eike Weitz (SPD).

Deutlich weniger Stimmen als noch 2006 erhielten die Kandidaten von der FDP. Ralf W. Neuzerling und Ralf Ganzer landeten wie im Landestrend ihrer Partei auch im Ex-Ohrekreis nur bei rund vier Prozent.

Dafür legten die Grünen zu: Jörg Lauenroth-Mago erreichte bei seinem ersten Antritt im Wahlkreis Haldensleben 5,7 Prozent. Sein Parteikollege Thomas Schlenker im Wahlkreis Wolmirstedt erreichte 5,8 Prozent und konnte somit sein Wahlergebnis von 2006 verbesser (2006: 3,5).

Die Kandidaten der Freien Wähler konnten zumindest Achtungserfolge für sich verzeichnen. Kerstin Dörfel aus Klinze belegte letztlich Platz vier im Wahlkreis Haldensleben. Sie konnte 7,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Im Wahlkreis Wolmirstedt holte Dr. Christian Heimann immerhin noch 5,2 Prozent der Stimmen und belegte somit Platz fünf unter den angetretenen Kandidaten. Die Kandidaten der NPD, die aus dem Burgenlandkreis und aus Halberstadt stammen, errangen 4,4 Prozent im Wahlkreis Haldensleben und 3,6 Prozent im Wahlkreis Wolmirstedt.

Der einzige Einzelbewerber im Wahlrennen war Harald Horst Hinke aus Irxleben. Er landete eher unter "ferner liefen" mit 0,8 Prozent der Stimmen.