Von Burkhard Steffen

Burgstall. Eine gute Nachricht überbrachte Holger Stahlknecht am Montag dem Burgstaller Bürgermeister Sigurd Heimann. "Die Doppik bei der Haushaltsführung wird künftig den Gemeinden freigestellt", informierte der designierte Innenminister. Er habe in diesem Punkt Übereinstimmung mit dem alten und neuen Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) erzielt, berichtete der CDU-Politiker von den Koalitionsverhandlungen.

Bislang galt die Maßgabe der Landesregierung, dass bis zum Jahr 2013 alle Gemeinden des Landes die doppische Haushaltsführung einführen müssen. Im Gegensatz zur bislang üblichen kameralistischen Haushaltsführung werden beispielsweise bei der Doppik alle Liegenschaften oder Flächen, die der Gemeinde gehören, bewertet und die Abschreibung als Kosten berechnet.

Heimanns erste Reaktion auf die Nachricht von Holger Stahlknecht war ein erleichtertes "weg damit". Burgstall ist bisher die einzige Gemeinde in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide mit einer doppischen Haushaltsführung. Das ist dem jetzigen Ortsteil Cröchern geschuldet. Cröchern war im Jahr 2008 als noch selbstständige Gemeinde Vorreiter bei der Einführung der Doppik.

"Der Abschluss des 2008-er Haushaltes liegt jetzt der Rechnungsprüfung vor", informierte Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette. "Wir werden mit Sicherheit künftig keinen doppischen Haushalt mehr aufstellen. Wir benötigen handlungsfähige Gemeinden mit ausgeglichenen Haushalten", so Schmette.