Wolmirstedt/Dessau (kl). Wolmirstedts Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander war gestern auf "großer Dienstreise". Seinen Koffer aber hatten die Mitglieder des Hauptausschusses bereits am Montag- abend zur Sitzung gepackt.

Die Reise führte den Bürgermeister nach Dessau, und im Gepäck hatte er eine große Fahne mit dem Wappen der Ohrestadt. "Mit der Eingliederung von Glindenberg nach Wolmirstedt", so erläutert Dr. Zander, "liegt die Ohrestadt im weitesten Sinne nun auch an der Elbe. Und deshalb der Abstecher nach Dessau". Die logische Erklärung: Vor Wochen flatterte eine Einladung aus Dessau auf den Rathaustisch mit der Bitte, doch eine Stadtfahne für die "Allee der Elbestädte" zu spenden. Eine Einladung und Bitte, denen der Bürgermeister sehr gern nachkam, "macht doch gerade dieser Auftritt in Dessau unsere Stadt bundesweit ein gutes Stück noch bekannter", so Dr. Zander.

Gestern nun weilte er in Dessau, wo er um 10 Uhr gemeinsam mit Helmut Behrendt, Bürgermeister von Zerbst, im Rathaus die Stadtfahnen an Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig weiterreichte. Die beiden Fahnen werden – im Ensemble mit den weiteren 62 Fahnen von Elbestädten – erstmals zum kommenden Heimat- und Schifferfest am 21. Mai in der "Allee der Elbestädte" am Luchplatz präsentiert.

Vor Ort erfuhr Bürgermeister Dr. Zander, dass sich der Verein für Städtepartnerschaften Dessau-Roßlau e. V. unter der Federführung des Stadtrates und Vereinsvorsitzenden Klaus Tonn- dorf, seit 2001 um diese symbolträchtige Präsentation bemüht. Mit Zerbst und Wolmirstedt sind es 64 Fahnen. Angestrebt sind 71 von Städten und größeren Gemeinden, die an der Elbe liegen, um sie bei besonderen Anlässen öffentlichkeitswirksam am Luchplatz zu präsentieren.

Beide Bürgermeister nutzten den Besuch auch, um das Schiffermuseum in Roßlau zu besichtigen. Vor ihrer Abreise aber bestiegen sie noch den Dessauer Rathausturm.