Wolmirstedt (kkl). Jens Scharm, 45 Jahre, aus dem Ortsteil Farsleben, geht trotz seines Alters noch immer ins Gymnasium – nämlich stets dann, wenn Blutspendetermin ist. Und der Farsleber hat einen sehr triftigen Grund für sein Kommen, "denn wenn niemand kommt, dann gibt es auch keine Blutkonserven".

Und der 45-Jährige meint es auch so, wie er es sagt: "Durch einen Verkehrsunfall oder eine andere schwere Erkrankung kann jeder Mensch plötzlich in die Lage geraten, Bluttransfusionen zu benötigen. Und ich habe mir sagen lassen, dass manchmal ein Patient nach einem Verkehrsunfall 50 oder mehr Blutkonserven braucht, damit er weiterleben kann. Und mit dem Wissen, denke ich, sollte jeder gesunde Bürger seiner Verantwortung nachkommen."

Am Donnerstag kamen 58 Wolmirstedter in die Schwimmbadstraße 1, darunter auch ein Erstspender. "Das Ergebnis ist gut", versichert Ursula Geisthardt vom Sozialen Dienst des DRK Kreisverbandes, "aber damit liegen wir dennoch unter dem Durchschnitt von 80. Und natürlich orientieren wir uns an dieser Zahl, machen daher unsere Termine stets öffentlich, denn jeder Tropfen Blut hilft enorm." Das sieht Kerstin Preck, 21, genauso. Deshalb hat sie sich am Donnerstag bewusst zur Blutspende durchgerungen: "Ich weiß, ich kann damit helfen. Und denen die Angst haben zu spenden, kann ich nur sagen, es tut nicht einmal weh."