Barleben. Ein buntes Unterhaltungsprogramm und liebevoll hergerichtete Länderpräsentationen zogen bei herrlichem Sonnenschein über 500 Besucher auf das Gelände der Internationalen Grundschule "Pierre Trudeau" in Barleben. Der Tag begann mit einer Schnupperstunde der künftigen Erstklässler der Grundschule. "71 künftige Schüler lernten ihre Lehrer und ihre neue Schule kennen", erläuterte Schulleiterin Anke Strehlow. Bis zum Nachmittag folgte dann das traditionelle Kinder- und Jugendfest, bei dem Groß und Klein sich über die internationale Ausrichtung der beiden Schulen der Ecole-Stiftung informieren konnten.

Das Kennenlernen fremder Kulturen stand im Mittelpunkt vieler Vorführungen. Bei dem vom Gymnasium gestalteten Bühnenprogramm gab es Tanz und Gesang aus verschiedenen Ländern. Anziehungspunkt waren die Länderpräsentationen der Lehrer, Eltern und Kinder der Grundschule. Erstmals wurden dabei nicht nur Länder, sondern auch ausgewählte Regionen gezeigt. Neben der französischen Bretagne wurde Bayern vorgestellt. "Etwas typisch Deutsches", wie Mutter Sylvia Decker mit einem Augenzwinkern meinte. Wer wollte, konnte bei der Klasse 1a die Zugspitze erklimmen, die am Ende einer Treppe lag. Nach einem fröhlichen "Holarüh" wurden die Besucher mit einem Jodel- Diplom belohnt.

Für die Erdverbundeneren gab es ein Spiel, bei dem ein Hufeisen über einen Holzpflock geworfen werden musste. "Das macht Spaß und man kann auch etwas gewinnen, wenn man nicht trifft", freute sich die siebenjährige Shirin. Die Klasse 3b präsentierte Belgien mit spielerischen Elementen. In einer Nordsee im Kleinformat lagen süße belgische Meeresfrüchte, nach denen besonders die jungen Besucher gern angelten.

Kulinarisch brachte die 1c Syrien näher. "Wir wollen eine der ältesten Kulturen der Welt vorstellen", erläuterte Student Naoum Yamous, von der Schule als Gast eingeladen. Süße Leckereien wie Kataifi oder Hommus aus Kichererbsen verwöhnten die Gaumen der Besucher. Informationen rund um das Land, in dem sich Kulturen und Religionen begegnen sowie ein syrischer Tanz rundeten das Programm ab. Die kleine Weltreise über zehn Stationen führte unter anderem auch nach Brasilien, Indien oder Australien.

Auf ein besonderes Projekt wies Gymnasial-Schulleiter Michael Kleinen hin. Bei Connecting Classrooms werden europäische Klassen miteinander vernetzt. Deutschland, Großbritannien, die Slowakei und Serbien nehmen an dem schulformübergreifenden Projekt teil. "Wir wollen dabei die Inklusion fördern", erläuterte Englischlehrerin Mindy Kerekes-Schlarzer. Alle sollen gleichberechtigt als Einheit zusammenarbeiten. Wissen wird nicht mehr "aufgepfropft", sondern von den einzelnen Schülern selbsttätig erworben.

"Es ist ein schöner Einblick für die Kinder", meinten Heike Lave und Jan Kielstein, deren jüngstes Kind demnächst eingeschult wird. Voll des Lobes war auch Schulleiterin Anke Strehlow. "Ein ganz tolles Fest für alle Sinne." Sie sei gespannt auf das kommende Jahr. "Denn jedes Jahr ist die Feier ein klein wenig anders."

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