Hundisburg. Ein Heimspiel hatten CDU-Bundestagsabgeordneter Manfred Behrens aus Ebendorf und der Meitzendorfer Michael Lange vom Ehrenamts-Förderverein bei ihren Lobreden zum Ehrenamtspreis 2010 bei den Einzelpersonen. Denn drei der fünf Preisträger kommen aus der Einheitsgemeinde Barleben. So zum Beispiel Michael Madjera aus Ebendorf. Der gebürtige Österreicher ist im Heimatort von Behrens in der Kirche, in der Kommunalpolitik und vor allem im Sportbereich überaus aktiv. Besonders engagiert hat sich Michael Madjera für den sportlichen Nachwuchs. Er schaffte es, dass mit Fördergeldern Tennisplätze gebaut werden konnten, trainiert den Nachwuchs beim Tennis und hat sich zudem der Fußballjugend der SG Eintracht zugewendet. " Dir ist es auch zu verdanken, dass unsere Kirche eine Fußbodenheizung bekommen hat. Dafür ist der Pfarrer heute noch dankbar ", sagte Manfred Behrens in seiner Laudatio.

Ebenfalls aus der Einheitsgemeinde Barleben kommt die zweite Preisträgerin. Ihr Name ist in der Einheitsgemeinde weithin bekannt Das, was ebenfalls unter diesem Namen alles erfolgt, allerdings nicht unbedingt. Annemarie Keindorff, die Ehefrau von Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff, engagiert sich eher im Stillen. Neben ihrem Hauptberuf als Lehrerin ist sie im Heimatverein aktiv. " Die hier erworbenen Kulturgüter werden aber nicht nur zusammengetragen, sondern darüber hinaus auch den nachfolgenden Generationen durch gezielte Kinder- und Jugendarbeit zugänglich gemacht, " so Manfred Behrens. Zu den vielfältigen Aktivitäten von Annemarie Keindorff gehöre aber auch das Engagement, das plattdeutsche Sprachgut zu erhalten.

Dritter im Preisträgerbunde aus der Einheitsgemeinde Barleben ist Jörg Brämer von der NABU-Ortsgruppe Barleben. Er erhielt den Ehrenamtspreis für seine unermüdliche Arbeit für den Naturschutz. " Umweltund Naturschutz geht uns alle an. Doch so manches Mal müssen wir mit gezielten Aktionen, die uns besonders beeindrucken, aus der Lethargie des Alltags herausgeholt werden. Spektakulär sind zum Beispiel die Elbebadetage in Glindenberg und Heinrichsberg, die auf das Biotop der Elbe und ihrer Niederungen aufmerksam machen ", so Michael Lange in seiner Lobrede. Wichtiges Anliegen des NABU-Ortsvereins sei zudem, Jugendlichen den Gedanken an die Umwelt und den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln. Dazu gehörten Baumpflanzaktionen wie auch das mit Bundesmitteln unterstützte Projekt " besser essen, mehr bewegen ".

Viel Bewegung macht auch Wolfram Blümel von der Wasserwacht Magdeburg möglich. Denn er und seine Kollegen sind aktiv, damit andere ihre Freizeit genießen können. " Damit die Bürger in Langen- und Altenweddingen, in Niederndodeleben oder auch in Haldensleben ohne Sorge bei warmem Wetter im Freibad planschen und schwimmen können, ist es nötig, dass entsprechendes Aufsichtspersonal da ist ", so Michael Lange. Dafür und für die Koordination steht Wolfram Blümel. Etwa 3000 Arbeitsstunden mussten organisiert und koordiniert werden – und das nicht nur vor Ort, sondern auch stadt- beziehungsweise kreisübergreifend.

Viel Zeit für andere nimmt auch Sebastian Duwald aus Wormsdorf ehrenamtlich auf sich. Neben seiner Tätigkeit im DRK Wormsdorf ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, sich auch darüber hinaus sozial und ehrenamtlich für ältere Menschen im Ort zu engagieren. Wo auch immer er helfen kann, setzt er sich ein : ob beim Einkaufen, Rasenmähen, Schneeschippen oder bei kleineren Reparaturen. Und wenn dann noch Zeit ist, nimmt er sich diese für Gespräche oder Spielabende.