Eine positive Bilanz aus dem Unfallgeschehen des vergangenen Jahres konnte das Autobahnrevier Börde gestern ziehen : Auf den Autobahnabschnitten der A 2 und der A 14 ereigneten sich weniger Unfälle, es gab weniger Tote und weniger Schwerverletzte als im Vergleichsjahr 2008. Zurückzuführen sei dies auf mehr Präsenz, mehr Kontrollen und das " vorbildliche Verhalten " der Kraftfahrer.

Landkreis Börde. 1 867 Mal krachte es im vergangenen Jahr auf den Autobahnen 2 und 14 im Zuständigkeitsbereich des Autobahnreviers Börde. Ein Rückgang um 114 Unfälle im Vergleich zum Jahr 2008. Auch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen getötet oder verletzt wurden, ging 2009 im Vergleich zu 2008 zurück, besagt die Unfallstatistik, die gestern im Autobahnrevier bei Irxleben vorgestellt wurde. Kamen 2008 noch 22 Menschen bei Unfällen ums Leben, so waren es im vergangenen Jahr 8. Bei den Schwerverletzten ging die Zahl von 129 in 2008 auf 75 Schwerverletzte in 2009 zurück. Einzig bei den Leichtverletzten gab es im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg von 241 auf 251.

" Die gute Statistik für das vergangene Jahr basiert auf drei Säulen ", erklärte Gerd Dudda, der Leiter des Autobahnreviers Börde, gestern : " Wir haben unsere Präsenz auf den Autobahnen enorm erhöht. Außerdem ist der Kontrolldruck gestiegen. Speziell der Bereich der spezialisierten Verkehrsüberwachung mit den Lkw-Kontrollgruppen hat permanent kontrolliert. Und auch das vorbildliche Verhalten der Verkehrsteilnehmer hat zu dieser guten Statistik beigetragen ".

Den gestiegenen Kontrolldruck belegt die Statistik : Im vergangenen Jahr wurden rund 7000 Lkw kontrolliert. Bei gut der Hälfte wurden dabei Mängel festgestellt. Die Unfallstatistik räumt allerdings auch mit einem immer wieder aufkommenden Vorurteil auf, dass Lkw die meisten Unfälle verursachen würden. Tatsächlich waren nur in gut einem Drittel aller Unfälle Lkw die Unfallverursacher.

Ohnehin zeige sich, dass die Unfallentwicklung auf der A 2 in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zurückgehe, bilanzierte Pressesprecher Johannes Stoye gestern. Von 1508 Unfällen im Jahr 2005 auf 1204 Unfälle im vergangenen Jahr sei die Zahl gesunken.

Bei den Hauptursachen für Unfälle gab es indes keine Änderungen im Vergleich zu 2008. Auf Platz eins rangiert weiterhin das Tempo. Auf Platz zwei der Unfallursachen folgt ein zu geringer Abstand zum Vordermann. Wild und Nebeneinander- / Vorbeifahren folgen laut Statistik auf den Plätzen drei bis fünf.