Der Truppenübungsplatz in Letzlingen soll erweitert werden. Der Heidewanderweg sei aber dennoch realisierbar. Das berichtete Oberst Gerd Kropf, der Leiter des Gefechtsübungszentrums des Heeres ( GÜZ ), während einer Pressekonferenz. In Abstimmung mit Letzlingens Bürgermeisterin Regina Lessing sei ein Kompromiss für den Verlauf des Heidewanderweges entlang der Grenzen des Truppenübungsplatzes gefunden worden. Zuvor hatte es Unstimmigkeiten über den Verlauf gegeben, Lessing hatte befürchtet, der Weg könne nicht realisiert werden.

Letzlingen. Der geplante Heidewanderweg kann eingerichtet werden. Über einen möglichen Streckenverlauf sei bereits gesprochen worden, erklärte Oberst Kropf. Der neue Verlauf führt von Kloster Neuendorf nach Letzlingen, zum Jagdschloss und über Wannefeld in Richtung Born. Dort müsste die Bundesstraße 71 dann überquert werden. Auf der Seite des Truppenübungsplatzes könne der Weg dann in Richtung Wedringen fortgesetzt werden. An den Söllen – die erste Variante war entlang dieser geplant worden – führt der neue Weg nicht vorbei. Diese können auf Antrag im GÜZ besichtigt werden.

Regina Lessing betonte, es würden keine neuen Wege gebaut, sondern vorhandene Wege als Heidewanderweg beschildert werden. Dass rund um Gardelegen bereits ein Heideweg führt, findet sie nicht problematisch. " Wir verlängern den vorhandenen Weg ", sagte sie.

Die Realisierung des Heidewanderweges wird mit Geld aus dem Förderprogramm Leaderplus unterstützt. Das Programm fördert Projekte, die vernetzenden Charakter haben. Der Heidewanderweg wird den Altmarkrundkurs und den Elbe-Aller-Radweg verbinden.

Die Erweiterung des Truppenübungsplatzes ist noch nicht realisiert, betonte Kropf, sondern werde derzeit geprüft. Insgesamt ist eine Erweiterung um 1 700 Hektar geplant. Grund für die Erweiterung sei ein zu erwartender erhöhter stehen. Die für die Erweiterung vorgesehenen Flächen sind derzeit noch in Besitz des Landesforstbetriebes, erklärte der Fachgebietsleiter für den Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Flächen, Karsten Pfaue, während der Pressekonferenz.

Übungsbetrieb im nördlichen Bereich des Platzes, wo ein urbanes Zentrum errichtet werden soll. Um die Bevölkerung vor Immissionen wie beispielsweise Lärm oder Staub zu schützen, soll ein entsprechender Schutzstreifen auf den Erweiterungsflächen ent-Vorgesehen sei, dass die Flächen der Landesforst gegen Flächen der Bundesanstalt für Immobilien getauscht werden. Die jetzt noch für die Zivilbevölkerung zugänglichen Flächen werden im Fall eines Tausches nicht mehr ohne weiteres zu betreten sein.