Eine Entscheidung in Sachen der Erweiterung der Groß Santersleber Kindertagesstätte " Kinderland " naht. Zumindest die Kosten für den ersten Bauabschnitt stehen im Entwurf des Gemeinde-Haushaltsplanes 2010. Am kommenden Dienstag muss der Gemeinderat Hohe Börde darüber entscheiden. Dann steht die Verabschiedung des Haushalts 2010 an.

Groß Santersleben. In der ersten Haushaltsberatung der Einheitsgemeinde Hohe Börde für 2010 Anfang des Jahres hatte der Groß Santersleber Ortsbürgermeister Andy Zacke für eine Finanzierung des dringend notwendigen Kita-Umbaus in seinem Dorf geworben. Ein Grund dafür ist : Groß Santersleben steht der Zuschlag von 83 000 Euro in Aussicht. Die Summe stammt aus dem Fördertopf des von der früheren Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen initiierten Bundesprogramms zum Krippenausbau. Diese Gelder würden verfallen, wenn das vom Landkreis auf den ersten Platz der Bewerber nominierte Groß Santersleber Projekt nicht in vollem Umfang realisiert würde. Voller Umfang heißt : Die Kapazität der Krippenplätze steigt um 15, und es wird ein neuer Mehrzweck- und Bewegungsraum angebaut. Voller Umfang heißt auch : Gesamtkosten von 370 000 Euro. Das ist bereits eine Variante mit Abstrichen gegenüber dem früheren 415 000-Euro-Projekt.

Neben besagten Fördermitteln hat die Ortschaft Groß Santersleben noch 128 000 Euro aus der eigenen Gemeinderücklage auf der hohen Kante. Zusammen wären das 215 000 Euro : " Damit könnten wir den ersten Bauabschnitt in diesem Jahr angehen. Der Rohbau wäre erst einmal geschafft ", meinte Andy Zacke und ergänzte : " 2011 könnte dann der zweite Bauabschnitt mit dem Innenausbau angegangen werden. Finanziert werden könnte das aus der Investitionspauschale, die die Gemeinde Hohe Börde alljährlich bekommt. Das ist unser Groß Santersleber Vorschlag. Bisher habe ich auch keine gegenteilige Meinung gehört. "

Zacke erinnerte noch einmal an die brisante Lage der Kinderbetreuung. Das Defizit von derzeit 15 fehlenden Kita-Plätzen in Groß Santersleben, vor allem in der Krippenbetreuung, wird sich bis 2014 auf 32 Eltern auf der Warteliste verschärfen. In der ganzen Hohen Börde werden laut Zackes Recherchen in der Verwaltung zufolge bis 2014 134 Kita-Plätze fehlen, selbst wenn bis dahin die gegenwärtigen Kita-Neubau- und Erweiterungsprojekte in Ackendorf ( fünf neue Plätze ), Hermsdorf ( 40 ), Irxleben ( 45 ), Rottmersleben ( 31 ) und Groß Santersleben ( 15 ) realisiert worden sind.