Glindenberg ( cl ). " Schneller, hau drauf, hau drauf ", feuerten die Glindenberger Elbstrolche den kleinen Louis an. Der gab sich alle Mühe, mit dem Hammer exakt auf den Nagel zu treffen. Vor Anstrengung biss er sich auf die Zunge. Schließlich sollte der Nistkasten schön aussehen, bevor er ihn später mit nach Hause nahm. Der Spielplatz der Glindenberger Kita gehörte gestern den " Waldfüchsen " aus der großen Gruppe. " Alt wie ein Baum ", so war der Aktionstag überschrieben.

Revierförster Holger Peine hatte seine Kollegen Ingolf Osthold und Holger Renger mitgebracht. Im Gepäck hatten die Männer den Baum des Jahres 2010, eine Vogel-Kirsche. " Weil am Sonnabend Tag des Baumes ist, pflanzen wir den heute gemeinsam ein ", erklärte Peine. Auch das Holz für die Nistkästen wurde vom Betreuungsforstamt Letzlingen spendiert.

Zu dem " Waldfüchse " -Projekt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gehört auch, dass die Revierförster mit den Kindern Spaziergänge machen, ihnen das theoretische Wissen über Flora und Fauna praxisnah vermitteln.

Damit die angehenden Schulkinder wissen, was in den heimischen Waldgebieten so alles grunzt oder singt, hatten Peine und seine Kollegen Tierpräparate – unter anderem vom Marder, Mäusebussard, Eichhörnchen, Feldhase und Rebhuhn – mitgebracht. Den großen Keiler allerdings, den will keiner der " Waldfüchse " beim nächsten Ausflug am 11. Mai im Glindenberger Forst treffen. Den Kindern reichte es, die Borsten des toten, aber dennoch beeindruckend großen Wildschweinkopfes einmal vorsichtig anzufassen.