Minusgrade und Schnee ohne Ende – für Vögel wird die Lage dramatisch. Was rät ein Experte ? Karl-Heinz Kaiser telefonierte mit Tierarzt Dr. Klaus Kutschmann.

Volksstimme : Bei der Winterfütterung kann es, wegen der Vermischung von Kot und Futter, zur Übertragung von Krankheiten kommen. Deshalb warnen mitunter selbst Tierschützer. Wie sehen Sie das ?

Dr. Kutschmann : Futterautomaten, auf welche die Frage abzielt, trennen Kot und Futter und beugen Krankheiten vor. Allmählich aber geht es für die Vögel um Leben und Tod. Sie finden keine natürliche Nahrung. Ich rate dringend, regelmäßig Futter zu streuen.

Volksstimme : Was empfehlen Sie ?

Dr. Kutschmann : Die handelsüblichen

Futtermischungen sind in Ordnung. Übrig gebliebene Nüsse können geknackt samt Schale gestreut werden. Auch Müsli geht. Weizen zerquetschen, keine ganzen Körner ! Vorsicht bei Obst, es gefriert. Geraspelt sind Möhren möglich.

Volksstimme : Derzeit sind sehr wenig Vögel zu sehen, selbst Elstern machen sich rar. Vogelsterben ?

Dr. Kutschmann : Nein, sie haben Unterschlupf gesucht. Ein Anzeichen für Vogelsterben ist es nicht. So etwas ist aber durchaus möglich. Hilfe ist erforderlich.