Gewählt werden musste nicht. Der Vorstand bleibt nach einer Satzungsänderung aus dem Vorjahr vier Jahre im Amt. So ging die 128. Jahreshauptversammlung des Samsweger Männerchores relativ unspektakulär über die Bühne. Wie stets stand der gemeinschaftliche Verzehr von Pökelnacken am Anfang, bevor der 1. Vorsitzende Burkhard Wohlfarth zu Rückblick und Ausblick ausholte.

Samswegen. Die zweitägige Fahrt nach Dresden liegt eineinhalb Jahre zurück. Im September laufenden Jahres soll es deshalb als neuerlichen Höhepunkt im Chorleben einen Busausflug nach Erfurt geben, mit Übernachtung in oder um die thüringische Landeshauptstadt.

Auf der Jahreshauptversammlung am Freitag in der Gastwirtschaft "Zum Krug" am Samsweger Kirchplatz unterbreitete Burkhard Wohlfarth diesen Vorschlag und erntete damit allgemeine Zustimmung. Es war die 128. Vollversammlung des einst von Handwerkern und Bauern aus der Taufe gehobenen Männergesangvereins. An seiner Spitze stehen 27 aktive Sänger im Alter von 35 bis 79 Jahren. Rudolf Hunold, im Berichtszeitraum 80 Jahre alt geworden, wechselte am Freitag vom aktiven in den passiven Status. Wohlfarth würdigte bei der Verabschiedung die über die Jahre hohe Anwesenheitsquote Hunolds zu den wöchentlichen Proben.

Nach bisheriger Übersicht erwarten die stimmgewaltigen Herren im neuen Kalenderjahr zwanzig Auftritte. Eine Reihe Ständchen zu runden oder halbrunden Geburtstagen ist darunter, aber auch zu silbernen Ehejubiläen. Den letzten Auftritt im Chorjahr bildet traditionell die Mitwirkung an der Christvesper zum Heiligen Abend in der Samsweger Kirche.

Fester Bestandteil im Terminkalender des abgelaufenen Jahres war die Mitwirkung beim Parksingen im Barockgarten Hundisburg. Dort zeigten sich die Sänger in den neuen für die warme Jahreszeit angeschafften Poloshirts. Wohlfarth rügte in seinem Bericht allerdings die mangelhafte Teilnahme seiner Chorfreunde bei diesem Auftritt. Im August vergangenen Jahres zogen die "Liederkränzer" mit ihrer Traditionsfahne durch Glindenberg. Der dortige Chor beging sein zehnjähriges Bestehen und hatte befreundete Sangesvereinigungen zum Mitfeiern eingeladen. Für das neue Jahr liegt Wohlfarth zufolge bis dato noch keine Einladung zu einem Sängertreffen vor.