Die Gemeinde Barleben empfängt am Sonnabend in der Mittellandhalle zum neuen Jahr. Zu diesem seit 1998 traditionellen Ereignis sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Bildung, Sport und Kultur eingeladen. Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff tritt zur letzten Neujahrsansprache in der laufenden Amtszeit an das Mikrofon, bevor er zusammen mit den Barleber Majestäten besonders engagierte Personen auszeichnen wird.

Barleben. Die Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Barleben ist seit Montag ausgeschrieben, teilte Gemeindewahlleiterin Melitta Weiße gestern auf Volksstimme-Nachfrage mit. Bewerbungen können seit Dienstag schriftlich bei ihr eingereicht werden. Die Stellenausschreibung ist über die fünf Aushangkästen in allen drei Ortsteilen der Einheitsgemeinde bekannt gemacht. Sie endet am Mittwoch, dem 23. Februar, um 18 Uhr.

Innerhalb dieser Frist können Bewerbungen auch wieder zurückgenommen werden. Es ist davon auszugehen, dass sich Franz-Ulrich Keindorff wieder bewerben wird. Wird er gewählt, wäre es seine dritte, siebenjährige Amtszeit. Die Erste übte er noch ehrenamtlich aus, die Zweite dann hauptamtlich als Oberhaupt einer Großgemeinde mit 9200 Seelen.

Als Amtsinhaber braucht Keindorff keine Unterstützungsunterschriften beizubringen. Das selbe trifft für Bewerber zu, die durch eine Partei oder Wählergruppe unterstützt werden. Die Partei oder Wählergruppe muss allerdings durch mindestens einen Vertreter bereits im Gemeinderat präsent sein. Jeder andere Bewerber für die Wahl zum Bürgermeister muss mindestens 79 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigen des Gemeindegebietes abgeben. Ein Wahlberechtigter darf nur einmal unterschreiben.

"Bewerber um den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters müssen am Wahltag das 21. Lebenjahr vollendet haben, dürfen aber auch nicht älter als 65 Jahre sein", unterstreicht Melitta Weiße.

Der Gemeinderat legte auf seiner letzten Zusammenkunft im alten Jahr den Tag für die Bürgermeister-Neuwahl fest. In Barleben soll sie zusammen mit der Neuwahl des Landtages von Sachsen-Anhalt am 20. März erfolgen. Gewählt an diesem Tage ist derjenige Bewerber, der mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen hat. Fällt auf keinen Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen, erfolgt eine Stichwahl. Termin dafür wäre dann der 3. April.

Mit 65,8 Prozent Stimmenanteil hatte sich der heute 56-jährige FDP-Mann Keindorff am zweiten Junisonntag 2004 den Stuhl des Oberhauptes der neuen Großgemeinde gesichert. Für seinen Kontrahenten Manfred Behrens (CDU) aus Ebendorf stimmten 1428 der 4177 Wahlberechtigten. Vor seiner Zeit als hauptamtlicher Bürgermeister war Franz-Ulrich Keindorff im Ministerium für Wirtschaft des Landes tätig, hat als Sachbearbeiter, Referent und Abteilungsleiter gearbeitet, kennt demzufolge Verwaltungsstrukturen und Hierarchien. Von Hause aus ist er "Metaller". Seine ersten Berufsjahre nach dem Studium verbrachte er im Magdeburger Armaturenwerk.