Groß Ammensleben. Auch in der Niederen Börde ist die Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters öffentlich ausgeschrieben. Die siebenjährige Amtszeit von Erika Tholotowsky (parteilos) läuft demnächst aus. Die Stellenausschreibung erschien am Dienstag im amtlichen Mitteilungsblatt der Einheitsgemeinde. Bewerber – mindestens 21, höchstens 65 Jahre alt – können ihre Unterlagen bis Montag, den 21. Februar, 18 Uhr, bei Gemeindewahlleiter Jürgen Werner einreichen. In der Niederen Börde soll die Neuwahl des hauptamtlichen Gemeindeoberhauptes am 20. März zusammen mit der Neuwahl des Landesparlamentes erfolgen. Termin für eine eventuell erforderliche Stichwahl wäre dann der 3. April. Der einheitliche Termin von Landtags- und Kommunalwahl bedeutet für die Verwaltung in Groß Ammensleben einen geringeren organisatorischen und finanziellen Aufwand, da große Teile der Wahlvorbereitung in einheitlichen Arbeitsgängen erledigt werden können.

Erika Tholotowsky war die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Niedere Börde. Die 51-Jährige bekam am 27. Juni 2004 bei einer Stichwahl rund 70 Prozent der Stimmen. Auf Mitbewerber Wilfried Soeder aus Meseberg entfielen 30 Prozent. An der Wahl hatten sich 1609 der 6747 damals wahlberechtigten Bürger in den acht Ortsteilen der Gemeinde beteiligt. Das entsprach einer Wahlbeteiligung von 23,9 Prozent. Die Stichwahl hatte sich notwendig gemacht, weil beim ersten Wahlgang am 13. Juni 2004 keiner der drei Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit bekommen hatte. Klaus Maaßberg, bis dahin Leiter des Verwaltungsamtes Niedere Börde, hatte nach dem ersten Wahlgang auf eine weitere Kandidatur verzichtet, obwohl er mit 1201 Stimmen knapp vor Tholotowsky (1142 Stimmen) lag. Für Soeder, den damaligen ehrenamtlichen Bürgermeister von Meseberg, hatten beim ersten Wahlgang 742 Bürger gestimmt.

Erika Tholotowky, studierte Diplom-Agraringenieurin, war vor Antritt der hauptamtlichen Stelle zehn Jahre ehrenamtliche Bürgermeisterin in Groß Ammensleben. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.