In Barleben wird die öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) gelebt, sagte der Bürgermeister am Sonnabend. Jüngstes Beispiel: der zehn Millionen Euro teure Gymnasiumsneubau in der Bahnhofstraße. Den hat zwar nicht die Kommune angeschoben, sondern die Ecole-Stiftung. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt aber im Rahmen einer Art ÖPP. Die Stiftung als Schulträger finanziert den Neubau zunächst nicht selbst, sondern überträgt die Errichtung einem privaten Investor.

Barleben. Auch die Gemeinde hat im laufenden Haushaltsjahr millionenschwere Investitionen vor. Mittel von 11,4 Millionen Euro stehen im Plan. Diesen Investitionsumfang umzusetzen, bedarf es erheblicher Anstrengungen, so der Bürgermeister. Mit dem vorhandenen Personal geht das nur, weil die Kommune eine große Anzahl von Aufgaben an "Dritte" Außenstehende vergeben hat.

Die Gemeinde will in ihren drei Ortschaften den Breitbandausbau (Stichwort "Schnelles Internet") vornehmen. Das erfolgt unter Regie der Firma MDDSL. Grundsteinlegung und Richtfest für die zweite Dreifelder-Sporthalle stehen auf dem Programm. Entlang der Bundesstraße 189 (Ortsumgehung) ist in Höhe der Schinderwuhne ein neues Wohngebiet inklusive der notwendigen Lärmschutzmaßnahmen in der Planung. Der Breiteweg – die Hauptstraße im Ortsteil Barleben – soll weiter ausgebaut werden. Die Entwürfe für den Teilabschnitt zwischen Einmündung Meitzendorfer Straße und dem Bahnübergang werden demnächst erarbeitet.

Für eine optimierte Kinderbetreuung im Ortsteil Ebendorf ist ein verbindliches Konzept auszuarbeiten. Wegen des Auftretens von Schimmelpilzsporen können dort die Kellerräume nicht mehr genutzt werden. Das Gesundheitsamt hat ihre Sperrung verfügt.

In der Ortschaft Meitzendorf wird der Gebäudekomplex Lange Straße 2/8 einer neuen Nutzung zugeführt. Fördermittel für diese Maßnahme sind beim Amt für Landwirtschaft über die Lokale Aktionsgruppe Leader-Region "Colbitz-Letzlinger Heide" beantragt. Nach der Zuweisung der Gel-der ist das endgülte Konzept abzustimmen und umzusetzen.

In diesem Jahr will die Gemeinde ihr Gebäudemanagement im gewerblichen Bereich neu organisieren. Dazu soll eine Anstalt öffentlichen Rechts gegründet werden.

Der Gemeinderat hat beschlossen, den Weg zu einer möglichst energieautarken Gemeinde zu beschreiten. Dafür ist ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Zur weiteren Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bürger macht sich die Fortführung der Quartierentwicklung im alten Barleber Ortskern erforderlich.