Barleben. Es war eine perfekt organisierte Veranstaltung, für die es bundesweit nur Lob und Anerkennung gab. Für die Vorbereitung und Durchführung der Deutschen Meisterschaften im Karate letztes Jahr in Barleben erging jetzt an Claudia Walsleben die silberne Ehrenplakette der Gemeinde. Die Magdeburgerin hat Herz und Seele an diese sportliche Methode der Selbstverteidung gehängt.

Und dies nicht nur, um ein persönliches Hobby zu pflegen, sondern einem Verein vorzusitzen, der seit seiner Gründung vor 14 Jahren seine Mitgliederzahl von 60 auf 350 steigern konnte. Die Altersspanne im Hatsuun Jindo Karateclub (HKC) reicht von drei bis 87 Jahre. 2004 und 2007 wurde dem Karateclub der "Große Stern des Sports" verliehen. Seit 2004 führt der Verein den Namen der Gemeinde im Titel und macht Barleben bei nationalen und internationalen Meisterschaften alle Ehre. Die im wahrsten Sinne des Wortes erkämpften Erfolge können sich sehen lassen. Es gibt kaum eine Meisterwürde, die noch nicht durch Mitglieder des HKC errungen wurde. Die Familie von Claudia Walsleben hat daran großen Anteil. Zu Hause stehen Pokale eines Weltmeisters und einer Vize-Europameisterin im Regal. Claudia Walsleben selbst ist außerdem Kampfrichterin in der eher von Männern beherrschten Domäne. Sie hat es geschafft, im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt mit ihrem Verein eine Trainingsstätte zu errichten, einen sogenannten "Dojo", der deutschlandweit Beachtung erfährt.

Der Gründungsanlass des HKC spiegelt sich in vielerlei Hinsicht im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde Barleben wieder, beispielweise um Jugendlichen und Erwachsenen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Die Erziehung gegen Aggressivität und Brutalität, die Förderung von Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit und die Ausprägung der Toleranz gegenüber anderen Sportlern und Mitmenschen stehen dabei im Mittelpunkt.