19 ältere Arbeitslose möchte die Gemeinde Hohe Börde für drei Jahre in Lohn und Brot bringen. Sie hat einen Antrag auf Förderung durch das "Aktiv in die Rente"-Programm gestellt. Mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds soll die touristische Infrastruktur entlang des Holunder-Radwege-Netzes verbessert werden.

Hohe Börde. Der Hauptausschuss der Hohen Börde hat seine Zustimmung bereits gegeben, der Gemeinderat wird dem Vorhaben wohl auch zustimmen. Voraussetzung für die Realisierung ist die Zusage des Landes Sachsen-Anhalt. Das Land befindet in einem wettbewerbsorientieren Auswahlverfahren über den Zuschlag der Gelder aus dem Europäischen Sozialfond (ESF). Bürgermeisterin Steffi Trittel sieht gute Chancen, dass die Gemeinde den Zuschlag bekommt.

Für diesen Fall würden aus dem ESF 110 000 Euro fließen. Die für Ein-Euro-Jobber zuständige Arge bezahlt außerdem die Mehraufwendungen der 19 Arbeitskräfte für drei Jahre in Höhe von insgesamt 96 268 Euro. Die Gemeinde muss für die 19 Mitarbeiter Eigenmittel in Höhe von 13 172 Euro zahlen. Ein zur Hälfte vom ESF bezahlter Projektleiter wird die Arbeit koordinieren.

Für die Aufwertung der touristischen Infrastruktur soll das 100 Kilometer lange Netz der Holunder- und Hopfenradwege in der Hohen Börde auf unterschiedlichen Ebenen weiterentwickelt werden. Laut Angaben des designierten Projektleiters Bernd Viezens gehören dazu vor allem Pflegearbeiten der Trassen. "Die Anbindung an weitere regionale und überregionale Radwege wie den Aller-Elbe-Radweg, den Börderadweg oder den Aller-Radweg soll sichtbar markiert werden. Die Beschilderung des Holunder-Radweges selbst und die Anbringung von Orientierungs- hinweisen zu den weiter- führenden Radwegen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die Mitarbeiter sollen Sitzbänke herstellen und an ausgewählten Ruhezonen des Trassenverlaufes aufstellen. Auch Bepflanzungen sind vorgesehen."

Außerdem sollen Hinweisschilder und Informationstafeln über die Sehenswürdigkeiten in den Ortschaften der Hohen Börde selbst hergestellt und an den Holunder-Radwegen aufgestellt werden. "Darauf sind dann Erläuterungen zu den Kulturdenkmälern wie der Veltheimsburg, dem Holunderkontor oder dem Hopfenhaus mit Ansprechpartnern, Öffnungszeiten und Führungsangeboten zu lesen", erläuterte Viezens. Auch die Erstellung von Informationsmaterial gehört zum Arbeitsfeld des Beschäftigungsprojektes. Und: In der Gemeinde wird einer der 19 Beschäftigten als Anlaufstelle und Ansprechpartner für Radtouristen bereitstehen.

Beginn des Beschäftigungsprojektes soll im April dieses Jahres sein.