Landkreis Börde (il). Angesichts weiter sinkender Pegelstände der Elbe und der Ohre hat sich zumindest die Hochwasserlage ein wenig entschärft. Das Betreten der durchnässten Deiche ist weiterhin verboten und wird am Wochenende durch die Polizei kontrolliert, kündigte Kreissprecher Uwe Baumgart gestern an. Das seit Dienstag eingerichtete Bürgertelefon wurde gestern Abend abgeschaltet.

Christian Pluder vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz informierte gestern, "dass es keine nennenswerten Schäden an den Deichen im Kreis gibt." Auch wenn sich die Lage etwas entspannt, belastet das Hochwasser die Deiche weiterhin. Von daher ist Vorsicht geboten. "Die am bisherigen Einsatz beim Landkreis beteiligten Kräfte bleiben bis Montag in Abrufbereitschaft", so Uwe Baumgart.

Mathias Schumann, im Krisenfall als Leiter der Technischen Einsatzleitung tätig, koordiniert in diesen Tagen gemeinsam mit Kreisbrandmeister Horst Nitzer das Einsatzgeschehen vor Ort. Um im Notfall helfen zu können, werden Sandsäcke benötigt, die in der Kiesgrube Farsleben bereit stehen. "Die Zusammenarbeit mit dem Kiesgrubenbetreiber verläuft absolut reibungslos. Auch dafür muss Dank gesagt werden", sagte Schumann. Die Kiesgrube wird zurzeit als Lagerstätte für die von der Stadt Halle kostenfrei gelieferten 6 000 Sandsäcke genutzt. Schuhmann: "Wir haben auch Sandsackbefüllmaschinen, weitere Technik und zeitweise auch Personal in der Kiesgrube, um bei Bedarf schnell auf Probleme reagieren zu können."

Als zuständige Gefahrenabwehrbehörden bleiben im Bereich der Ohre- und Elbedeiche die Stadt Wolmirstedt und die Gemeinde Elbe-Heide für die Bürger ansprechbar.