Barleben (cl). Der Klapperstorch kreiste im vergangenen Jahr mehr über der Ortschaft Barleben, als dass er landete. Das zeigt eine Statistik über die Anzahl der Geburten, die der Volksstimme vorliegt.

31 Babys stehen für Barleben im Jahr 2010 zu Buche. Das ist ein erheblicher Rückgang zu den Vorjahren, wo es ständig über 40 Kinder waren, die geboren wurden: 2006 freuten sich 45 Eltern über Nachwuchs, 2007 gab es sogar rekordverdächtige 48 kleine Mädchen und Jungen. 2008 war es für 42 Mütter und Väter vorbei mit der nächtlichen Ruhe und selbst 2009 gab es noch 45 Mal Nachwuchs.

Anders verhält es sich in Ebendorf. Dort wurden im vergangenen Jahr 25 Babys begrüßt. Das waren drei mehr als im Jahr 2006. In den Jahren dazwischen wechselte die Zahl der registrierten Geburten jeweils zwischen 18 (2007 und 2009) und 25 (2008 und 2010).

Wieder nach oben ging es auch beim Meitzendorfer Nachwuchs. Auf zwei Jahre mit jeweils neun Neugeborenen (2006 und 2007) gab es eine kleine Talfahrt, erblickten 2008 und 2009 nur je sieben Kinder das Licht der Welt. 2010 konnte sich Ortsbürgermeister Bernhard Niebuhr nun über zehn Mädchen und Jungen freuen.

Den Geburtenrückgang der Gesamtgemeinde konnten aber auch die Eltern aus Ebendorf und Meitzendorf nicht aufhalten. Hier ging es seit 2006 (76 Babys) stetig abwärts, waren es 2007 und 2008 jeweils ein Kind weniger. 2009 stehen nur noch 70 Kinder in den Akten des Meldeamtes und 2010 lediglich noch 66.

Das schlägt sich natürlich auch in den Kosten für das Babybegrüßungsgeld nieder. 2003 hatte man in der Gemeinde den Beschluss gefasst, den Nachwuchs mit einem 500 Euro-Schein willkommen zu heißen. 6000 Euro wurden dafür im ersten Jahr ausgegeben. Doch die Summe steigerte sich schnell, kletterte schon 2004 auf 21 000 Euro und erhöhte sich 2005 erneut – auf 35 000 Euro.

Es folgten die kostenintensivsten Jahre. 2006 und 2007 standen für das Baby-Begrüßungsgeld jeweils 39 000 Euro im Haushalt; 2008 sogar 40 000 Euro. Seitdem sinken mit den Nachwuchszahlen auch die Ausgaben, waren es 2009 nur noch 34 500 und 2010 33 000 Euro. Dass sich Nachwuchs- und Geldzahlen in den Tabellen nicht immer angleichen lassen, liegt laut Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff auch daran, dass durch eine Haushaltssperre freiwillige Aufgaben, zu denen auch dieses Begrüßungsgeld gehört, zeitweise nicht ausgeteilt wurden.

Wie Thomas Zaschke, seit einigen Wochen Sprecher der Gemeinde Barleben, mitteilt, sei 2011 noch kein Baby mit dem lilafarbenen Schein begrüßt worden. Das heißt aber nicht, dass es keine neuen Erdenbürger gibt. Vielmehr werden immer ein paar Babys "gesammelt", bevor die Bürgermeister das Geld im feierlichen Rahmen überreichen.