Wolmirstedt. Die siebenjährige Julia, genannt Julchen ( gespielt von Gina Kowalski ), freut sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Eines Nachts träumt sie vom Christkind : Es schenkt ihr ein geheimnisvolles Buch, dessen Titel sie aber nicht erkennen kann. Als sie am nächsten Tag ihren Bruder von der Schule abholt, erzählt die Lehrerin dort, dass es gar kein Christkind gäbe. Julchen ist geschockt. Als Hausaufgabe soll die Schulklasse auf dem Weihnachtsmarkt Passanten interviewen und sie nach dem Sinn von Weihnachten fragen. Julchen beschließt, das auch zu tun. Auf dem Weihnachtsmarkt angekommen, trifft sie zunächst einige Leute, die ihr auch nicht so recht antworten können, teils aus Unwissenheit, teils aus Geschäftigkeit. Schließlich begegnet Julchen einer älteren Dame ( Heike Zschäbitz ), die ihr von Gott erzählt, der seinen einzigen Sohn auf die Erde geschickt hat. Das sei der einzige Grund für Weihnachten, sagt sie. Die beiden setzen sich in ein Kaffeehaus und bei heißer Schokolade hört Julchen von der allerersten Weihnacht, der Geburt Jesu Christi vor 2000 Jahren. Der Evangelist Lukas hat die Geschichte niedergeschrieben – in dem Buch, vom dem Julchen geträumt hat : der Bibel. Die alte Dame wird Julchen das Buch der Bücher am Ende in die Hand geben ...

Ein Dutzend Mädchen und ein Junge ( Malvin Lehmann, der den Josef verkörpert ) aus den Kinderchören von Kantor Gerhard Noetzel besorgen am Heiligen Abend vor der traditionellen Christvesper die Aufführung dieser in poppige Kinderlieder gefassten Handlung. Auch sieben Erwachsene übernehmen Rollentexte. Die Stadtkirche ist nach dem Ruf der Glocken um 15. 50 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt. Die Aufführung dauert ca. 50 Minuten. Superintendent Uwe Jauch – er führte als Erzähler durch die sieben Spielszenen – wird sich vor Gebet und Schlusssegen für die Begeisterung der Kinder bedanken.