Wolmirstedt ( gbi ). Deutschland gibt sich der Weihnachtsvorfreude hin, es ist dunkel und kalt, die Einkaufszentren sind voll, bald werden unzählige Enten, Gänse und Karpfen verspeist.

Das ist nicht überall auf der Welt so, in Burundi zum Beispiel haben die Kinder Hungerbäuche, von einer warmen Mahlzeit am Tag können viele nur träumen. Dieses vom Bürgerkrieg und Völkermord gezeichnete Land gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zwar liegt Burundi auf einem anderen Kontinent, doch das Schicksal von einigen der 8, 7 Millionen Bewohner liegt besonders den Wolmirstedtern vom Afrikakreis am Herzen. Sie kümmern sich um etwa 400 Menschen mit geistiger Behinderung, die im Zentrum " Akamuri " betreut werden.

" Akamuri " wird in der Hauptstadt Bujumbura betrieben und bedeutet soviel wie kleine Flamme. Dort werden Menschen mit geistiger Behinderung gefördert, aber nicht nur das – mit diesem Zentrum wird den Behinderten überhaupt ein Gesicht gegeben. Behinderte sind in Burundi nicht integriert, sie werden sogar oft von ihren Familien in den Hütten versteckt. Durch " Akamuri " werden sie heraus geholt, " Akamuri " schenkt ihnen ein Leben im Licht.

Das ist nicht immer ganz einfach. Behinderte zu fördern ist dort noch lange nicht selbstverständlich, schließlich haben die Menschen mit dem täglichen Existenzkampf genug zu tun. Viele Familien lockte zunächst die tägliche warme Mahlzeit, die die Kinder in diesem Heim bekommen. Doch längst hat sich " Akamuri " zu einer kleinen Flamme der Hoffnung gemausert, auf Bildern dominiert das Lachen, es gibt einen Film, der zeigt, wie Behinderte dort lesen und schreiben lernen.

Bilder aus dem ostafrikanischen Land sind auf einem Kalender zusammen gestellt. " Ein Jahr in Burundi " heißt er und dürfte mittlerweile in vielen Wohnungen zu finden sein. Mehr als 100 Stück wurden verkauft. Der Erlös des Kalenders kommt " Akamuri " zugute. " Das Geld deckt dort knapp die Hälfte der monatlichen Lohnkosten für alle Mitarbeiter für einen Monat ", weiß Jens Freimark vom Afrikakreis.

Damit die kleine Flamme nicht erlischt, seien die Initiatoren auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Informationen dazu gibt es unter :

www. bodelschwingh-haus. de