Wolmirstedt ( cl ). Es war am Freitagabend, als die Brandmeldeanlage des Biomasseheizkraftwerkes auslöste. Da sich die Kameraden der Wolmirstedter Feuerwehr für ihre Weihnachtsfeier abgemeldet hatten, rückten die Männer und Frauen der Wehren Mose, Glindenberg und Farsleben in die Angerstraße aus.

Thomas Nagel, Wehrleiter von Mose, übernahm die Leitung und koordinierte den Einsatz bei minus 14 Grad Außentemperatur. Als die Kameraden am Heizkraftwerk eintrafen, war von außen nichts zu erkennen. Nachdem ein passender Schlüssel besorgt und die Türen geöffnet waren, verschafften sich die verantwortlichen Feuerwehrleute ein Bild der Lage, bevor Werkleiter Matthias Kirchhoff eintraf und sich an die Behebung des Defektes machte.

Das Einsatzprotokoll der Leitstelle vermerkt, dass heiße Asche, die vom Transportband zwischen Förderschnecke und Außenbehältern fiel und Rauch verursachte, die Brandmeldeanlage auslöste.

Am Sonntagvormittag löst Alarm erneut aus

Die 31 Einsatzkräfte der Ortschaftsfeuerwehren kümmerten sich darum, die Räumlichkeiten zu belüften, bevor sie gegen 22. 40 Uhr wieder abrückten. Auf Nachfrage der Volksstimme erklärte Jelto Papendieck, Geschäftsführer des Biomasse-Heizkraftwerkes, am Sonnabend, dass die Rauchentwicklung im Heizkraftwerk durch schwankenden Unterdruck entstanden wäre und dadurch die Brandmeldeanlage ausgelöst hätte.

Am Sonntagvormittag kam es erneut zu einer Alarmierung aus der Angerstraße. Wie ein Mitarbeiter der Leitstelle auf Nachfrage erklärte, rückte um 11. 45 Uhr die Feuerwehr Wolmirstedt mit 19 Kameraden ins Biomasseheizkraftwerk aus. Grund für den Fehlalarm war Wasserdampf, der aus der Schredderanlage ausgetreten sei, heißt es im Einsatzprotokoll.