Die Wehen haben gut zwei Jahre angedauert, seit Anfang Februar ist das " Baby " der Arbeitsgruppe Historie nun auf der Welt : Insgesamt 256 Seiten dick und mit zahlreichen Fotos versehen erzählt es – in der begrenzten Auflage von 2000 Stück – die Geschichte einer 1000-jährigen Stadt.

Wolmirstedt. In den Fingern gekribbelt hat es bei Anette Pilz schon lange. Denn die drei großen Paletten mit 2000 Exemplaren der Festschrift zum Stadtjubiläum aus dem Druckhaus in Köthen sind schon vor Tagen angeliefert. Aber erst am 11. Februar hat die Museumsleiterin, die zum Redaktionsteam des Buches gehört, ein Exemplar ausgepackt. " Otto, unser Baby ist echt gut geworden ", war die erste Reaktion nach dem Durchblättern. Otto Zeitke hatte als Leiter der Arbeitsgemeinschaft die Fäden oder besser die Druckvorlagen in der Hand. Er koordinierte die Arbeit im Redaktionsteam, zu dem neben Anette Pilz auch Werner Schierhorn und Dr. Wilfried Lübeck gehören, mit gut 30 freien Autoren und zahlreichen Helfern.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Buch hat es gut zwei Jahre gedauert. In der heißen Phase traf sich die Arbeitsgemeinschaft wöchentlich, um den Zeitplan einzuhalten. Der Stolz auf ihr Werk ist allen Beteiligten anzusehen. Neben dem Kürzen der Artikel von den verschieden Autoren war vor allem das Sichten zahlreicher Bilder zeitaufwendig. " In der Endphase sind wir auch oft nochmal losgegangen und haben bestimmte Sachen neu fotografiert ", erklärt Bettina Behns.

So zeigt das Titelbild die Schlossdomäne in sommerlichem Glanz, im Innenteil präsentieren sich Vereine der Stadt, die Kleingärtner, Feuerwehr und viele mehr. Das Füllen der Seiten war das eine, die Finanzierung des Buches die andere. Neben der Stadt, die 5000 Euro dazugab, beteiligte sich der Landkreis mit 1500 Euro an den Kosten. Ebenfalls 5000 Euro kamen vom Lionsclub Ohrekreis.

Eine derart große Spende war bei den Mitgliedern der kreisweiten Organisation nicht unumstritten, aber am Ende hätte die Nachhaltigkeit und Bedeutsamkeit des Projektes überzeugt. " Wir wollten als Verein auch ein Zeichen setzen, damit sich andere Vereine noch am Jubiläum beteiligen, denn da ist sicher noch nicht alles ausgereizt ", erklärte Lions-Präsidentin Regina Malsch. Die Festschrift wurde auf dem Neujahrsempfang erstmals öffentlich präsentiert und verkauft. Zwei Tage später war das Werk im Museum dann für alle käuflich zu erwerben.

Museumsleiterin Anette Pilz und ihre Mitstreiter hatten sich dafür auch etwas ausgedacht, sich passend zum Buch historisch verkleidet. Bei Tee, Kaffee und Keksen bestand an diesem Tag auch die Möglichkeit, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen und sich das Buch auf Wunsch signieren zu lassen.