Von Karl-Heinz Klappoth

In vielen Gemeinden des Landkreises ziehen nach altem Brauch morgen am Martinstag Kinder zum Gedenken mit Laternen durch die Straßen. Dabei werden die Umzüge nicht selten von einem auf einem Schimmel sitzenden und als römischer Soldat verkleideten Reiter begleitet, der mit einem roten Mantel den Heiligen Martin darstellt. Sankt Martin wurde deshalb so bekannt, weil er der Legende nach, Barmherziges getan hat. Ein frierender Bettler tat ihm so leid, dass er seinen langen roten Mantel in zwei Hälften teilte und die eine dem armen Mann gab. In Erinnerung an diese Geschichte gehen die Kinder, aber auch die Eltern, nach dem Umzug nicht gleich auseinander. Man versammelt sich am Martinsfeuer, findet auch Zeit für nachhaltige Gespräche. Zum Beispiel über Teilen, Spenden, Nächstenliebe …. Ein schöner Brauch.