Am 17. September soll der Stadtrat darüber entscheiden, ob – und wenn ja, in welcher Form – ein Stadtmarketing für die Ohrestadt und ihre Ortsteile eingeführt werden soll. In der Kultur-, Marketing- und Management-Gesellschaft " Domäne " ( KMMG ) haben sich jetzt lokale Vereine und Veranstalter zusammengeschlossen, die diese Aufgabe übernehmen möchten.

Wolmirstedt. " KMMG " – hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich eine neu gegründete Gesellschaft, in der sich lokale Vereine und Veranstalter zusammengeschlossen haben. Die Planungen dafür laufen schon ein dreiviertel Jahr und unabhängig von der Diskussion um die Einführung eines Stadtmarketings.

" Gegenstand des Unternehmens ist die konzeptionelle Entwicklung und Organisation von Veranstaltungen, das Betreiben und Unterhalten eines Kulturbetriebes, die Organisation von Dorf-, Stadt- und Heimatfesten in der Region und der Stadt selbst. Darüber hinaus wollen wir die Aufgaben des Stadtmarketings, der Stadtwerbung, Touristik und Citymanagement unter Beachtung der Wirtschaftsförderung übernehmen ", erklärt Gründungsgeschäftsführer Klaus Mewes.

Als Vereinsvorsitzender des Kulturvereines " Webers Hof " und Mitglied verschiedener Tourismusverbände hat er schon lange Jahre Erfahrung im Kultur- und Tourismusbereich der Region. Ebenfalls in der KMMG engagiert sind Uwe Nuss und Benjamin Bender aus Glindenberg sowie verschiedene Unternehmer und Gastronomen aus der Stadt und dem Umland.

" Jahrelang haben viele Menschen mit ehrenamtlichem Engagement dafür gesorgt, dass in der Region erfolgreiche Veranstaltungen angeboten werden konnten. Diese Kräfte wollen wir jetzt bündeln – für das neue, größere Wolmirstedt. Denn, da sind sich alle einig : In der Stadt gibt es gerade mit der Schlossdomäne, Burghof, Burgberg, Museumsscheune, Bürgerhaus und Freilichtbühne wunderbare Veranstaltungsorte, die dringend mit mehr Leben erfüllt werden müssen ", so Mewes weiter.

Neben der eigentlichen Gesellschaft, die für ihre Leistungen Geld verlangt, soll es einen Beirat mit beratender Funktion geben. Darin können sich beispielsweise der Bürgermeister, die Ortsbürgermeister, Vertreter des Stadtrates, der Interessengemeinschaft Innenstadt, des Tourismusverbandes, der Kultur- und Sportvereine und zahlreiche Interessenten mehr als Mitglieder einbringen und ihr Wissen zur Verfügung stellen. " Dadurch können wir die Erfahrungen aus den letzten Jahren und den verschiedenen Veranstaltungsbereichen im besten Sinne für die Sache bündeln ", ist der Gründungsgeschäftsführer überzeugt.

Die " KMMG " wird ihre Leistungen jetzt an die Stadt herantragen. Dort liegt bereits ein Angebot der Firma " mediacompact " für die Erarbeitung eines Konzeptes zum Stadtmarketing vor. In der Beratungsfolge wurde die Verwaltung gebeten, zu diesem Thema weitere Angebot einzuholen. Unter anderem auch von Dr. Manfred Bauer von der " Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung " ( GMA ), der einen Vortrag zum Thema Stadtmarketing gehalten hatte. Damit alle Stadträte und Ausschussmitglieder, die am 17. September über das Thema entscheiden sollen, diesen Vortrag hören können, kommt Bauer am Dienstag, dem 15. September, um 17.30 Uhr nochmal in den Ratssaal und referiert über seine Erfahrungen auf dem Gebiet des Stadtmarketings.

Der Entwurf eines Vertrages zwischen der Stadt und der Firma " mediacompact ", welcher der Beschlussvorlage beigefügt war, wurde von den Ausschüssen als gegenstandslos aus der Abstimmung genommen. In ihrer heutigen Sitzung wollen sich die Mitglieder des Hauptausschusses erneut mit dem Thema Stadtmarketing beschäftigen.