Die Arbeitsgemeinschaft " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ", hatte gestern mehrere hundert Mitläufer gefunden. Und das im positivsten Sinn, drehten die Schüler, Lehrer und Profi sportler doch ihre Runden für den guten Zweck.

Wolmirstedt. " Schatz, ich kriege 30 Euro von Dir !" Das war das Erste, was SCM-Handballer Fabian van Olphen einfi el, als er schwitzend im Ziel einlief. Zuvor hatte der Profi sportler zehn Runden um den Schulhof des Kurfürst-Gymnasiums gedreht und damit Geld für den guten Zweck gesammelt. Zu den Sponsoren auf seinem Zettel zählte neben Freundin Steffi auch Wolmirstedts Bürgermeister Dr. Hans-J ürgen Zander. " Ich hab zehn Euro pro Runde angekündigt und schon damit gerechnet, dass er in den zehn Minuten auch zehn 300-Meter-Runden schaffen dürfte ", so der Bürgermeister, der das Geld gleich in einem Umschlag überreichte.

Zum Benefizlauf hatte die Arbeitsgemeinschaft " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage " das ganze Gymnasium mobilisiert. Die AG lief die Eröffnungsrunden zusammen mit einer Lehrermannschaft. Der Parcours war gesäumt von jubelnden Schülern, so dass sich besonders die rennenden Pädagogen wie echte Leichtathletikstars fühlen durften. Für jede absolvierte Runde gab es Geld von Sponsoren, die vorher gesucht worden waren. Wieviel am Ende an Runden und damit Spenden zusammengekommen sind, konnte gestern keiner sagen. Bis die ordentlich ausgefüllten Zettel registriert sind und das Geld eingesammelt wurde, dauert es wohl noch eine Weile.

Mit dem Benefizlauf an sich waren aber nicht nur die Organisatoren um Lehrerin Andrea Schlaugaut sehr zufrieden. " Als wir das erste Mal von den Plänen der AG hörten, stand fest, dass wir das nach Kräften unterstützen ", erzählte Angelika Elstermann am Rande der Veranstaltung. " Unsere Schüler sind auf Busse angewiesen, so dass es nichts gebracht hätte, den Lauf an einem Nachmittag zu veranstalten. Also haben wir einen Projekttag ausgerufen, an dem alle Schüler beteiligt sind. Und wie man sieht mit großem Engagement ", lobte die stellvertretende Schulleiterin.

Während die einzelnen Klassen nacheinander zum Lauf antraten, waren im Schulgebäude selbst zahlreiche Stände aufgebaut. Da gab es jede Menge Leckereien, wurden Tombolalose für den guten Zweck verkauft, hatten die fünften Klassen einen Flohmarkt organisiert. Ein ganz besonderes Kunstprojekt hatte sich Lehrerin Jeanette Kugler ausgedacht. Für 30 Cent konnten sich die Teilnehmer und Besucher des Benefi zlaufs ein Los kaufen. " Auf den Losen steht das Wort ‚ Hallo ‘ in 100 verschiedenen Sprachen und Schriftstilen ", erklärte Schülerin Ann-Kathrin Henkel. Das Los wurde dann als Vorlage auf die Rückseite einer Plexiglasscheibe geklebt und abgemalt. Die fertige " Hallo " -Tafel soll künftig im Kunstraum aushängen und verdeutlichen, dass der Titel " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage " am Kürfürst-Gymnasium wirklich gelebt wird.