Es ist gerade einmal drei Monate her, seit Wolmirstedt das 1000-jährige Jubiläum seiner Ersterwähnung beging. Nun sind die Ortschaften dran. 2011 kann Elbeu die 875-Jahr-Feier begehen, 2012 können Glindenberg ( 800 Jahre ) und Mose ( 1075 Jahre ) feiern. Am Montag wurde im Moser Ortschaftsrat erstmals über das Jubiläum gesprochen.

Mose. Über 60 Bürger aus Mose hatten sich am 21. Juni dieses Jahres in den großen Wolmirstedter Festumzug eingereiht und die Geschichte ihrer Ortschaft dargestellt. Ritter, Fischer, Mönche, Marktfrauen und Händler zeigten die wechselvolle Historie des Ortsteiles, der 937 erstmals erwähnt wurde. Auch das Gutsherrenpaar Druckenbrot zog mit seinen Hausdamen durch die Stadt. Und natürlich war ein Bild dem Raketenstart gewidmet.

Im Ortschaftsrat wurde am Montag erstmals kurz über das Jubiläum gesprochen. Wie Kämmerin Gudrun Lasner erklärte, müsse man schon im kommenden Jahr eine ungefähre Kostenschätzung für den Finanzplan vorlegen. Dazu will Ortsbürgermeisterin Helga Steinig sich mit Marlies Cassuhn zusammensetzen, die von der Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier Wolmirstedts einen guten Überblick über mögliche Kosten für Kulturangebote und ähnliches hat.

Viele Moser erinnern sich noch gut an die Feierlichkeiten zur 1050-Jahr-Feier. " Damals haben wir drei Tage gefeiert, und es war ein riesiger Erfolg ", so Helga Steinig. Auch 2012 soll das Jubiläum an drei Tagen begangen werden. Die Ortschaftsräte waren sich einig, dass auf jeden Fall natürlich wieder ein großer Festumzug dazu gehört. Auch ein Feuerwerk am Teich wäre vorstellbar. Zur Vorbereitung der 1075-Jahr-Feier kann Helga Steinig auch auf die Erfahrung und Unterstützung von Anneliese Kitzel zählen. Die Moserin war nicht nur bei der Vorbereitung der 1050-Jahr-Feier von Mose integriert – sie war es auch, die dafür sorgte, dass die Ortschaft beim Wolmirstedter Festumzug in diesem Jahr so stark vertreten war. Neben der Organisation der Umzugsteilnehmer hatte Anneliese Kitzel auch zahlreiche Kostüme genäht und sich um die ländliche Dekoration gekümmert. Helga Steinig plant, im November die Moser Bürger ins Kulturhaus einzuladen. " Dann werde ich die Chronik vorlesen, historische Bilder zeigen und mal fragen, wer Lust hat, sich bei den Vorbereitungen der Feierlichkeiten einzubringen ", kündigt die Ortsbürgermeisterin schon jetzt an.