Die ersten Ostfalenparktage sind Geschichte. Das Resümee, das nach zwei erlebnisreichen Tagen gezogen werden konnte, ist optimistisch : " Am Innovations- und Gründerzentrum ( IGZ ) wurde ein Gewerbemesse aus der Taufe gehoben, die zu einem die Wirtschaftskraft der Region demonstriert, die aber zugleich ein Fest für die ganze Familie ist. " Thomas Webel, Landrat und Schirmherr, war am Sonnabend zur Eröffnung beeindruckt, was die Gemeinde Barleben und das IGZ auf die Beine gestellt hatten.

Barleben. Dabei war der Start alles andere als verheißungsvoll, wie Sven Fricke, Leiter des Unternehmerbüros der Gemeinde, in seiner Eröffnungsansprache hervorhob : " Im Januar dieses Jahr wurde im kleinen Kreis erstmals über eine Gewerbemesse philosophiert. Im Februar haben wir dann die Idee Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff vorgestellt. Einen Monat später stand das erste Konzept. Im Mai konnten wir die Volksstimme als Medienpartner mit ins Boot holen und im Juni waren die ersten 28 Aussteller akquiriert. Danach kam das große Sommerloch. "

Als aber am Sonnabend, kurz nach 10 Uhr, die Messe offiziell eröffnet wurde, präsentierten nach exakt sechsmonatiger Vorbereitung im und neben dem Ausstellungszelt 105 (!) Unternehmen aus Barleben, Magdeburg und der Region ihre Produkte und Dienstleistungen. Zugleich stellten IHK, Handwerkskammer und Agentur für Arbeit qualifizierte Ausbildungswege vor.

Die Ostfalenparktage an sich waren an beiden Tagen in drei verschiedene Themenbereiche untergliedert – die beschriebene Gewerbemesse, eine Auto-Motor-Schau, innerhalb der sich das im Entstehen begriffene überregionale Forschungszentrum " Automative " im IGZ präsentierte. Außerdem erwartete die Messebesucher ein anspruchsvolles Rahmenprogramm. Ilona Borrmann aus Wolmirstedt zum Beispiel, die mit ihrer Familie nach Barleben kam, zeigte sich beeindruckt : " Die Fülle an Unternehmen und Freizeitangeboten war überzeugend. Der Messe ist nur zu wünschen, das sie auch in Zukunft Bestand hat. "

Wie Harry Jelowik, einer der Organisatoren versichert, sind die Macher sehr zuversichtlich : " Ich denke, das Konzept stimmt. Wir wollten keine reine Verbrauchermesse. Wir haben zugleich eine Plattform geschaffen, auf der die Aussteller untereinander, aber auch mit den Besuchern ins Gespräch kamen. " Und das mit Erfolg, wie Enrico Kühne, Geschäftsführer der Firma Autoglas Kühne GmbH Barleben, betonte. " Nicht nur, dass ich meine Produktpalette einem breiten Publikum aufzeigen durfte, nach ersten Gesprächen mit Partnern bahnt sich offensichtlich eine gute Zusammenarbeit an. "

Zumindest für Teile der Besucher aber war das Zugpferd die Showbühne im Nordteil des Parkplatzes. Noch bevor dort am Sonnabend gegen 20 Uhr richtig Party gefeiert wurde, hatten die Organisatoren im Umfeld ein Kulturprogramm angeschoben, dass für jeden etwas parat hatte. Da gab es Modeschauen, überzeugten 60 Karatekämpfer mit einer Leistungsschau, fanden Hundesportvorführungen ihre Zuschauer, kamen Modelleisenbahnfreaks auf ihre Kosten. Auf die kleinsten Messebesucher wartete Bungee-Trampolin, und wer wollte, der konnte sich schminken lassen. Ein echtes Highlight hatten sich die Organisatoren für den Sonnabendabend aufgehoben : Ab 20 Uhr steppte, nachdem die Temperaturen erträglicher wurden, im Festzelt der Bär. Und dafür sorgte vor allem die angesagte Partyband " Die Weiber ". Der Auftritt des deutschen Roger Whittaker, Wolf Junghannß, aber war sicherlich der Glanzpunkt. Den Schlusspunkt, bevor bis weit nach Mitternacht abgefeiert wurde, setzte schließlich Le Trinité, eine Artistengruppe mit Bodenakrobatik vom OKLive-Ensemble Barleben-Wolmirstedt.

Der Technologiepark Ostfalen ( TPO ) erstreckt sich auf einer Fläche von 275 Hektar. Er bietet : niedrige Bodenpreise, kurze Verwaltungswege, ausgezeichnete Verkehrsanbindung. Über 140 Unternehmen haben sich bisher für diesen Standort entschieden. Der Zweckverband TPO wird gebildet durch die Gemeinden Barleben und Niedere Börde, die Stadt Wolmirstedt und den Landkreis Börde. Im Innovations- und Gründerzentrum ( IGZ ) arbeiten ca 60 Unternehmen. Über 100 Firmen haben sich seit Beginn der Tätigkeit des IGZ ausgegründet. Seit 1991 wurden 2500 nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen.