Die Anwohner vom Schlehenweg sind glücklich. Nachdem ein neuer Erschließungsträger das Wohngebiet Lindhorster Weg übernommen hat, war das Ende ihrer Holperstraße eingeläutet. Gestern erfolgte die endgültige Freigabe.

Wolmirstedt. Geschäftsführer Günter Lauenroth ist zufrieden. Und die Anwohner vom Schlehenweg sind ausgesprochen glücklich. Auch Sigrid Wichmann aus der Nummer 15 : " Ein Traum geht für mich heute in Erfüllung. Nachdem wir vor vier Jahren hier eingezogen sind, hatten wir mit der Zeit die Hoffnung verloren. Doch jetzt ist sie da, die neue Straße. "

Denn nachdem die Sachsen-Anhaltinische Baulandentwicklungs ( SABE ) GmbH, dessen Geschäftsführer Günter Lauenroth ist, die Erschließung des Wohngebietes übernommen hat, ging es nach jahrelangem Stillstand zügig voran. Am 11. Mai erfolgte der Spatenstich für den Bau weiterer Eigenheime. Zum Ende des ersten Bauabschnittes verwandelte sich die Holperpiste am Schlehenweg Dank des Engagements von Günter Lauenroth in eine richtige Straße. Der Geschäftsführer will aber nicht das Kompliment auf sich allein sitzen lassen : " Die Zusammenarbeit zwischen dem Erschließungsträger, der SABE, dem Planungsbüro, der bauausführenden Firma, dem WWAZ und der Stadt war von Anbeginn sehr kooperativ. "

Während die Anwohner endlich wieder problemlos ihre Häuser erreichen, diskutiert der Bauausschuss über die weitere Bebauungsplanung des Wohngebietes Lindhorster Weg. Planer Nils Funke stellte in der Sitzung am Montag die Entwürfe vor. Ziel ist es, die beräumte Stallanlage der Agrar GmbH in attraktives Bauland zu verwandeln. Die Erschließung wird über einen städtebaulichen Vertrag und einen Erschließungsvertrag zwischen der Stadt und der Sachsen-Anhaltinischen Baulandentwicklungs GmbH gesichert. Der Erschließungsabschnitt eins wurde inzwischen weitgehend umgesetzt und das Plangebiet ist bebaut. Nun soll der zweite Erschließungsring durch den Stadtrat bestätigt werden. Eine Weiterführung der Planung ist nordwestlich des Plangebietes noch in einem dritten Bauabschnitt vorgesehen.

Wie Funke im Ausschuss erklärte, sei die Haupterschließungsstraße für das Wohngebiet der Lindhorster Weg. " Vom ersten zum zweiten Bauabschnitt haben wir nur eine fußläufi ge Erreichbarkeit vorgesehen. Wir wollten nicht, dass zuviel Querverkehr die Wohnruhe stört. " Deshalb hätte man bewusst auf eine Querverbindung zur Heidbergstraße verzichtet. Im Plangebiet für den zweiten Bauabschnitt sollen vorrangig Einfamilienhäuser entstehen. Die westlich Bebauung weist vier bis fünf Vollgeschosse ohne ausgebautes Dachgeschoss auf. " Im Sinne einer Abstufung von West nach Ost schließt sich im Plangebiet ein Bereich mit zweigeschossigen Gebäuden und daran östlich angrenzend ein Bereich mit eingeschossigen Wohnbauten an. Die Gebäude sollen in offener Bauweise errichtet werden. So könnten Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen ", heißt es in den Planungsunterlagen. Die Mitglieder des Bauausschusses waren erfreut darüber, dass dieses zentrale Wohngebiet nun Gestalt annimmt und empfahlen die Beschlussvorlage einstimmig zur Abstimmung in den Stadtrat weiter. Wie Günther Lauenroth erklärt, seien schon sechs der 15 freien Grundstücke des zweiten Bauabschnittes verkauft.