Wolmirstedt. Wer sich noch einmal selbst mit einem Blick auf den Kalender überzeugen will, gestern vor drei Wochen bewegte sich der Festumzug anlässlich der Ersterwähnung der Stadt Wolmirstedt vor 1000 Jahren durch die Straßen. Ein sehenswertes geschichtliches Spektakel beherrschte für zweieinhalb Stunden die Szenerie der Stadt, die Teilnehmer wie Zaungäste gleichermaßen beeindruckte und erfreute. Mit jedem Tag, der ins Land geht, verschwimmt das Bild. Es bleiben nur noch Bruchstücke der über 40 Bilder, die einen historischen und farbenprächtigen Abriss der Geschichte der Stadt an der Ohre widerspiegelten. Keiner weiß dies besser als Museumsleiterin Anette Pilz. Vor, während und nach dem Festumzug war die engagierte Frau nicht nur in die Vorbereitungen eingebunden. Sie hat sich dennoch die Zeit genommen, den Festumzug mit der Kamera einzufangen. " Ich wollte für mich ein visuelles Tagebuch führen, um später einmal die Eindrücke in einer ruhigen Minute zu vertiefen und nachzuerleben. Doch als ich merkte, welches Interesse in der Bevölkerung noch immer besteht, ließ ich meine Fotos entwickeln und sind seit wenigen Tagen im Museum in einer Ausstellung zu sehen. "

Den gestrigen Sonntag nutzten nicht wenige Wolmirstedter, kamen ins Museum, um noch einmal diesen farbenfrohen Festumzug, zumindest in Ausschnitten wieder auf eben zu lassen. Bild um Bild – weit über 250 an der Zahl – erschließt sich einem der Umzug : Könige, Adlige, Bürgersleute, Handwerke, Fischer, Gaukler … eben 1000 Jahre im Zeitraffer. Auf die Frage, wie lange die Ausstellung hängen bleibt, versicherte die Museumsleiterin, zumindestens solange es reges Interesse gibt.