Vor dem letzten Klingelzeichen ehrte Schulleiterin Monika Kukuk gestern früh in der Aula Schüler, die sich im abgelaufenen Schuljahr für andere eingesetzt haben. Als erste rief sie jene 13 Jugendliche nach vorn, die an der Sekundarschule den Sanitätsdienst verrichten. Ein Teil von ihnen belegte Anfang Juni bei der ersten Landesbegegnung in Dessau den 2. Platz und wurde damit Vize-Landesmeister.

Barleben. " Jede und jeder ab Klasse 7 kann beim Schulsanitätsdienst mitmachen ", erzählt Heike Krohn. " Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. " Heike Krohn bekleidet an der Schule in Barleben die Rolle der Kooperationslehrerin. Sie hält die Verbindung zum Roten Kreuz, denn der Schulsanitätsdienst, kurz SSD, ist ein gemeinsames Angebot von Schule und Jugendrotkreuz. In der Arbeitsgemeinschaft, der Heike Krohn vorsteht, lernen die Mädchen und Jungen für das Leben. Sie leisten Erste Hilfe bei Unfällen, Verletzungen und Krankheiten. Sie geben Sicherheit bei Schulveranstaltungen, Ausflügen und an jedem Schultag. Sie weisen auf Gefahrenquellen in der Schule hin und tragen zu deren Beseitigung bei. Und sie steigern wie im Falle von Eric Lehmann, Tom Gehrmann, Zilan Bilen Philipp Stoll und Kimberley Schäfer, die bei der ersten Landesbegegnung der Schulsanitäter am ersten Juniwochenende in Dessau als Mannschaft den Titel eines Vize-Landesmeisters holten, das Ansehen der Schule im Umfeld.

An der Sekundarschule in Barleben können die Mitglieder der AG Schulsanitätsdienst auf einen abschließbaren Raum mit Schrank zur Aufbewahrung von Übungs- und Lehrmaterialien, Liege und Waschbecken zurückgreifen. Die Schüler dokumentieren ihre Einsätze gewissenhaft im " Verbandbuch ".

Sylvia Franke, die Vorstandsvorsitzende DRK-Kreisverbandes unterstrich gestern in Barleben den pädagogischen Aspekt des Schulsanitätsdienstes : " Die Schüler machen die Erfahrung, gebraucht zu werden und gelerntes Wissen praktisch anzuwenden. "